Taktik beim Tricktrack

17.November 2008

Beim Tricktrack geht es darum, möglichst schnell möglichst viele Punkte zu sammeln. Nur wenn es gelingt, zuerst zwölf so genannte Löcher zu erwerben, hat man ein Spiel gewonnen. Es nutzt daher wenig, nur möglichst rasch auf das Ausspiel hin zu arbeiten, da man dadurch zwar gewisse taktische Vorteile erlangt, jedoch dabei sehr wahrscheinlich viele Punkte verschenkt, die man mit mehr taktischem Geschick erwerben könnte.Um gegenüber dem Gegner im Vorteil zu sein, sollte man daher nach dem Beginn einer Partie so schnell wie möglich seine Hucke besetzen. Damit dies rasch gelingt, ist es empfehlenswert immer gleich mit zwei Steinen ins Spiel zu gehen, da die Hucke ja bekanntlich nur mit zwei Steinen gleichzeitig besetzt werden kann. Auf dieses vorrangige Ziel sollte man nur dann verzichten, wenn sich die Gelegenheit für einen Jan mit drei Würfen auftun sollte. Dann kann man das Risiko eventuell eingehen, die Hucke erst nach dem Gegner zu besetzen. Andernfalls sollte man sich nicht davon abbringen lassen, seine zwei Steine nach vorne zu bringen. Ist die Hucke nach dem dritten Wurf noch nicht besetzt, kann man die Chance dafür erhöhen, indem man zusätzliche Steine einspielt. Ist die Hucke erst einmal genommen, besteht die nächste Aufgabe darin, sie auch so lange wie möglich zu halten. Das gilt jedenfalls so lange, bis man alle eigenen Steine aus den ersten beiden Vierteln heraus gebracht hat und der Gegner auch nicht mehr schlagen kann; schlägt der Gegner nämlich einen Stein, wenn man die Hucke schon wieder aufgegeben hat, kann man erst wieder in die beiden letzten Viertel überwechseln, wenn sie wieder besetzt ist; im Zweifel müsste man also darauf hoffen, dass auch ein zweiter Stein geschlagen wird, wobei der Gegner diesen Gefallen wohl schuldig bleiben wird, außer er kann keinen anderen Zug mehr machen. Ohne zweiten Stein ist die Hucke nicht mehr zu nehmen, da man ja nicht rückwärts ziehen kann. Die Partie wäre also sicher verloren.

Ein verbreiteter aber unzutreffender Kniff ist es, über die Hucke in die andere Brettseite zu wechseln. Richtig ist vielmehr, dass man über das so genannte Travanisband taktisch sehr viel klüger in die andere Hälfte einspielt. Das Travanisband ist die Zunge unmittelbar vor der Hucke; sie ist benannt nach dem Marquis de Travanis, der bei einer Wette die Vorteile seiner Strategie eindringlich belegte.

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