Tabaluga
12.Oktober 2008
Kurz nach Beginn der modernen Zeitrechnung wurde in der römischen Oberschicht ein Ludus Duodecim Scriptorum – Spiel Mode, dass man Tabaluga nannte. In der römischen Geschichtsschreibung wird erwähnt, dass Kaiser Claudius von diesem Spiel so begeistert war, dass er eigenhändig ein Buch darüber verfasste. Da Tabaluga bereits ein echtes Backgammon – Spiel war, wäre der Kaiser demnach der erste Spielbuchautor, wenn sein Werk nicht wie die meisten anderen aus seiner Hand verschollen gegangen wären. Über Kaiser Zeno wird in einer anderen Quelle von seinem Unglück berichtet, als er in einer Tabaluga – Partie hoffnungslos ins Hintertreffen geriet.Tabaluga wird auf einem Backgammon – Brett mit zweimal fünfzehn Spielsteinen unterschiedlicher Farbe gespielt. Man benötigt dazu drei Würfel.
Man spielt zu zweit, wie die meisten Backgammon – Spiele auch. Man sitzt sich also gegenüber und jeder hat außerhalb des Backgammonbretts seine fünfzehn Spielsteine liegen.
Man lost aus, wer beginnt, danach wirft man abwechselnd mit den drei Würfeln. Man kann die Augenzahl auf bis zu drei Spielsteine verteilen. Auf jeden Fall hat jeder Würfel einen Spielzug zur Folge. Das bedeutet, dass man die Augen nicht einfach addieren darf, auch wenn man nur mit einem Stein ziehen möchte. Vielmehr muss man jeden Wurf extra ziehen, die Reihenfolge der Würfe ist dabei jedoch beliebig.
Beide Spieler setzen ihre Steine auf der gleichen Spielbrettseite ins Spiel. Man zieht an der Kante entlang im Uhrzeigersinn. Jede Zuge, dass sind die spitzen Dreiecke auf dem Spielfeld, zählt eine Würfelauge. Man darf das erste Viertel, also die ersten sechs Zungen, erst dann mit einem Stein verlassen, wenn man alle Steine ins Spiel gebracht hat.
Eine Regel verhindert, dass das Spiel hier schon früh endet, da man einzelne fremde Steine auf einer Zuge ja schlagen kann. Also darf der Gegner keinen Stein auf eine Zunge setzen, wenn man dort mindestens zwei eigenen Steine platziert hat. Man darf jedoch darüber hinweg ziehen.
Konnte man einen Stein schlagen, wird er aus dem Spiel genommen und dem Gegner gegeben. Ein geschlagener Stein muss erst wieder ins erste Viertel gespielt werden, bevor man andere Steine auf dem Brett wieder ziehen darf.
Man muss alle Würfelaugen ziehen, auch wenn man dadurch Nachteile erleidet. Augen darf man nur dann verfallen lassen, wenn ein Zug nicht möglich ist.
Es gewinnt, wer zuerst alle seine Steine vom Brett würfeln konnte. Dazu müssen diese zuerst alle im letzten Viertel angekommen sein.
Trotz der Popularität bei den Römern trat Backgammon seinen Siegeszug nicht von dort aus an, da es nach dem Untergang des Römischen Reiches weitgehend in Vergessenheit geriet.
Artikel gespeichert unter: Wissenswertes

Ihr Kommentar
Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Trackback diesen Artikel | Kommentare als RSS Feed abonnieren