Die Jacoby-Regel und scharfe Backgammon-Varianten
23.Oktober 2008
Der Dopplerwürfel als zusätzliches Element, ein Backgammon-Spiel noch interessanter zu machen, wurde bereits vorgestellt. Damit ist dessen Potential jedoch noch längst nicht erschöpft.Ob man ihn denn nun dreht oder nicht, das hängt davon ab, was man beim Spiel riskieren will. Je nach Naturell sind da manche eher zurückhaltend und trauen sich nicht einmal dann den Einsatz zu erhöhen, wenn ihre Chancen gut stehen. Genau für solche Konstellationen gibt es erweiterte Regeln, die zum Beispiel besagen, dass ein Spiel nur dann gültig ist, wenn der Würfel gedreht wurde. Man nennt dies die so genannte Jacoby-Regel.
Aber es gibt noch mehr Varianten, die weitere Verschärfungen und damit noch mehr Spannung ins Spiel bringen. Man kann vereinbaren, dass kein Mitspieler mehr als fünf Steine zur gleichen Zeit auf einer Zunge stehen haben darf. Das ist vor allem dann relevant, wenn man gegen eine Prime spielen muss, da man nun darum fürchten muss, dass man einen gewünschten Zug nicht ausführen kann.
Das wiederum war Anlass, sich eine Regelerweiterung auszudenken, die verhindern soll, dass Würfe nicht aufgeführt werden können. Sie besagt, dass für einen Spieler nicht ausführbare Würfe seinem Gegenspieler zugute kommen.
Snake nennt sich eine Variante, die man als Revanche spielen kann. Der Gewinner der vorherigen Partie spielt seine fünfzehn Steine in das gegnerische Heimfeld. Erst nachdem der fünfzehnte Stein dort angelangt ist, darf er mit seinen Steinen dieses Heimfeld wieder verlassen. Der vorher unterlegene Spieler beginnt dagegen wie immer.
Die so genannte ff-Variante funktioniert folgendermaßen. Man setzt sich in der Hoffnung seine Chancen zu verbessern erst einmal einem Risiko aus, indem man selbst auf die Bar spielt. Dazu muss man allerdings erst einen eigenen Stein direkt aus dem Heimfeld spielen können. Diesen setzt man dann auf die Bar. Diese Variante gilt von Spielbeginn an, jedoch nur, bis man jeweils ganz normal ausspielen kann.
Die libanesische Variante des Ausspiels erfordert, das man nur solche Würfe für das Ausspiel verwenden darf, die man nicht ins Heimfeld ziehen kann. Dadurch wird das Ausspiel verzögert und der Gegner hat länger die Möglichkeit, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden.
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