Der Dopplerwürfel - ein Turnierelement
30.November 2008
Beim Backgammon kommen in der Regel zwei gewöhnliche Würfel zum Einsatz, die jeweils Augenzahlen von eins bis sechs aufweisen. Um das Spiel interessanter zu machen, wurde jedoch noch ein weiterer Würfel erfunden, der insbesondere bei Backgammon Wettbewerben gerne eingesetzt wird. Es ist der so genannte Dopplerwürfel. Er wird allerdings nicht einfach als dritter Würfel eingesetzt, etwa um das Spiel schneller zu machen, sondern er hat eine ganz andere Funktion.Beschriftet ist er mit Potenzen der Zahl Zwei. Die erste Würfelseite trägt genau diese Zahl, jede folgende eine Potenz davon. Folglich finden wir auf der sechsten und letzten Seite die Zahl Vierundsechzig.
Da dieser Würfel wie erwähnt, nicht zum Würfeln im eigentlichen Sinne eingesetzt wird, haben die Zahlen auf ihm eine andere Bedeutung als auf den normalen Würfeln. Der Dopplerwürfel erfüllt den Zweck, die Einsätze bei einer Partie zu erhöhen, ähnlich wie beim Poker. Glaubt nämlich ein Spieler, das seine Chancen gut stehen und er gewinnen wird, so kann er seinem Gegenspieler den Dopplerwürfel anbieten. Dieses Angebot muss der Gegner annehmen, wenn er die Partie nicht verloren geben will. Nimmt er an, so hat sich der Einsatz in dieser Runde verdoppelt, da die ersten Zahl, auf die der Würfel gedreht werden darf, die zwei ist.
Meint nunmehr der Gegner im weiteren Verlauf der Partie, dass sich seine Chancen so verbessert haben, dass er Aussicht auf einen Sieg hat, kann jetzt er sich des Dopplerwürfels bedienen. Jetzt ist es der andere, der die Partie verloren geben muss, wenn er das Angebot ablehnt. Nimmt er an, so vervierfacht sich jetzt der Einsatz für dieses Spiel.
Benutzen darf den Dopplerwürfel jeweils der Spieler, der sich aktuell in dessen Besitz befindet. Die Verdopplung muss angeboten werden, bevor man die nächste Runde würfelt.
ähnliche Artikel
Artikel gespeichert unter: Wissenswertes
Ihr Kommentar
Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>
Trackback diesen Artikel | Kommentare als RSS Feed abonnieren