Brettspiel auf dem Backgammonbrett

Spielvarianten von Backgammon auf dem Backgammonbrett machen das Backgammonspiel zu einem Abwechslungsreichen Brettspiel.

Das Spielbrett ist vielseitig einsetzbar und durch Variation der Spielregeln des Backgammon Spieles können ganz neue Spielprinzipien entstehen.

So gibt es in den unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Varianten des Backgammon - aber auch ein international standardisiertes Backgammon. All diese Brettspiele verwenden das gleiche Spielbrett.

mehr lesen... jetzt kommentieren? 08. Februar 2008

Backgammon

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Backgammon erlebt in der heutigen Zeit eine regelrechte Renaissance. Backgammon kann zuhause mit Freunden oder Online mit Menschen aus der ganzen Welt gespielt werden. Vor allem Backgammon online erfreut sich steigender Beliebtheit. Der Grund dafür sind moderne Hochgeschwindigkeitsleitungen, welche das Backgammon online spielen fast ohne Verzögerung wiedergeben können. Im Laufe der Zeit wurde das Spiel stetig weiterentwickelt und verändert. Vielleicht ist genau das der Grund warum es in aller Welt beliebt ist. Viele Kulturen besitzen dabei eigene Interpretationen der Regeln.

Aber was ist Backgammon überhaupt? Backgammon ist ein Brettspiel, welches aus einem Spielbrett, aus Spielsteinen, aus Würfeln und einem Verdopplungswürfel besteht. Um Backgammon ausführen zu können, benötigt der Spieler einen Gegenspieler. Backgammon ist im Grunde genommen ein Glücksspiel, welches neben der Portion Glück aber auch jede Menge Können voraussetzt. Jeder Zug wird von den Würfeln bestimmt. Nachdem der Spieler gewürfelt hat, müssen die Spielsteine vorerst über das Brett und im Laufe des Spiels vom Brett weg bewegt werden. Während einer Partie muss der Spieler seine Züge auf die Züge des Gegners abstimmen. Die vielen Möglichkeiten seine Züge auszuführen, machen Backgammon zu einem spannenden Spiel.

Backgammon ist neben Go und Schach eines der ältesten Brettspiele der Menschheitsgeschichte. Aller Wahrscheinlichkeit nach stammt es aus dem heutigen Irak und ist bereits rund 5.000 Jahre alt. Viele berühmte Persönlichkeiten der Antike waren dem Backgammon spielen verfallen. Neben Kaiser Claudius, zählte auch Nero zu den begeisterten Fans dieses fantastischen Brettspiels. Backgammon entwickelte sich immer mehr zum Brettspiel der Adeligen. Während der Kreuzzüge war es Soldaten unterhalb eines Ranges verboten, dieses Spiel auszuführen. In alten Überlieferungen wird Backgammon auch Chaucer oder Shakespeare genannt. Bis heute weiß niemand genau woher der Name Backgammon stammt. Erstmals tauchte er 1645 in einem literarischen Werk auf. Die Regel des Verdoppelns wurde in dem Spiel um 1925 herum integriert. Diese Regel sicherte dem Brettspiel die Zukunft. In den 70er Jahren fanden die ersten offiziellen Turniere statt, bei denen es mit prominenter Beteiligung um große Gewinne ging. Die gesamte Geschichte von Backgammon wurde mit den ersten Videospielen, welche sich mit dem Thema Backgammon beschäftigten, abgerundet. Die Firma IBM war unter Leitung von Dr. Gerry Tesauro der erste Hersteller eines Backgammon Computerspieles.

Das Ziel von Backgammon ist es, seine gesamten Spielsteine in das Home Board zu befördern und sie dann hinauszuwürfeln. Derjenige Spieler, welcher als erstes keine Steine mehr auf dem Brett hat, wird zum Sieger ernannt. Der Verdopplungswürfel gibt den Spielern die Möglichkeit eine Partie vorzeitig zu beenden. Zeigt dieser Würfel eine Verdoppelung an, wird der Gegner in vielen Fällen zur Aufgabe gezwungen. Der Kontrahent kann jedoch auch die Verdoppelung annehmen. In diesem Fall wird das Spiel fortgesetzt.

Bei dem ersten Wurf wird von jedem Spieler nur ein Würfel verwendet. Die Höhe der Augenzahl entscheidet darüber, wer das Spiel beginnt. Der beginnende Spieler darf seine ersten Steine um die eigene Augenzahl und um die Augenzahl des Gegenübers vorrücken. Nach dem Eröffnungswurf würfeln die Spieler abwechselnd mit zwei Würfeln. Die Steine werden jeweils entsprechend der gewürfelten Augenzahlen gesetzt. Ein Zusammenzählen der Augenzahlen ist verboten. Diese müssen einzeln gesetzt werden. Es ist jedoch erlaubt beide Augenzahlen mit demselben Stein zu setzen. Die Spielsteine werden immer vom Home Board des Gegners aus, über das so genannte Outer Board zum eigenen Home Board befördert. Man muss beachten, dass die Steine nur auf Felder gerückt werden dürfen, auf denen sich nicht mehr als ein gegnerischer Stein befindet. Befinden sich auf einem Feld zwei oder mehr gegnerische Steine, darf der eigene Stein nicht auf dieses Feld manövriert werden. Es sollte, wenn es denn möglich ist, so gesetzt werden, dass beide Augenzahlen verwendet werden. Besteht keine Chance auf die Verwendung beides Zahlen, muss man versuchen zuerst die höhere Augenzahl und dann die niedrigere zu verwenden. Kann keine der beiden Augenzahlen gesetzt werden, muss der Spieler einen Zug aussetzen. Teilweise werden die möglichen Züge beim Backgammon Online bereits angezeigt.

Würfelt der Spieler beim Backgammon ein Pasch, sprich zwei identische Zahlen, so wird die gewürfelte Augenzahl insgesamt viermal gezogen. Von Schlagen spricht man, wenn ein Spielstein auf ein Feld gezogen wird, welches bereits von einem einzelnen gegnerischen Stein besetzt wird. Der gegnerische Stein wird daraufhin geschlagen. Das Schlagen ist auch möglich, wenn man auf dem besagten Feld nur einen Zwischenstopp macht. Das heißt mit einem Stein beide Augenzahlen verwendet. Der geschlagene Stein des Gegners muss an die Bar in der Mitte des Spielfeldes. Der Gegner muss versuchen erst alle geschlagenen Steine aus der Bar herauszubekommen. Vorher darf er keine anderen Steine bewegen. Geschlagene Steine bringt man wieder zurück ins Spiel indem der Spieler wie bei einem normalen Zug die Würfel bedient. Die Steine werden jedoch gemäß der Augenzahl in das Home Board des Gegners befördert. Kann kein einziger Stein gesetzt werden, verfällt der komplette Wurf und der Spieler muss aussetzen.

Beim Backgammon ist es wichtig das beide Würfel nach dem würfeln glatt auf dem Brett liegen. Steht ein Würfel angekippt oder ist ein Würfel auf einem Stein gelandet, muss mit beiden Würfeln neu gewürfelt werden. Nach einem Zug darf erst wieder gewürfelt werden, sobald der eine Spieler, nach dem Setzen, seine Würfel vom Spielfeld genommen hat. Würfelbecher sind nur bei Turnieren zwingend vorgeschrieben.

Beim Backgammon gibt es verschiedene Gewinnstufen. Dazu gehören das „einfache Spiel“, das „doppelte Spiel“, und das „dreifache Spiel“. In der Fachsprache werden diese Gewinnstufen Cube, Gammon und Backgammon genannt. Beim Cube hat ein Spieler bereits alle seine Steine abgetragen. Hat der Gegner bereits zu diesem Zeitpunkt ebenfalls einpaar Steine vom Spielfeld getragen, gewinnt der Spieler, welcher alle Steine vom Spielfeld befordert hat 1fach. Gammon wird die Situation genannt, wenn man bereits alle Steine abgetragen hat, der Gegner jedoch noch keinen einzigen Stein vom Spielfeld gewürfelt hat. So ein Sieg wird doppelt bewertet. Die höchste Stufe ist das dreifache Spiel, das Backgammon. Hierzu darf der Gegner noch keinen Stein aus dem Spielfeld befördert haben. Darüber hinaus muss sich mindestens noch ein Stein des Gegners im Home Board des Gewinners oder auf der Bar befinden. Dieser Sieg wird dreifach gewertet.

jetzt kommentieren? 07. Februar 2008