Wissenswertes
Die Backgammon – Strategie Backgame eignet sich besonders dann, wenn man in einer Backgammon – Partie deutlich im Rückstand ist und alles daran setzen muss, um noch eine Chance auf einen Sieg zu haben. Backgame ist keine Strategie die man von Anfang an verfolgen sollte, vielmehr ist sie sozusagen die Rettung in letzter Minute, wenn man ohnehin nicht mehr viel zu verlieren hat. Oft kommt es dann zu einem Backgame, wenn man die Strategie Angriff versiebt hat und nun noch retten muss, was zu retten ist. Trotz allem zielt ein Backgame darauf ab, im Zweifel die Partie noch gewinnen zu können. Verliert man trotz der Anwendung dieser Notfalltaktik, hilft sie doch mitunter wenigstens ein Gammon zu vermeiden.Bevor man ein Backgame spielt, sollte man einige wichtige Hinweis nicht ignorieren. Der wichtigste Tipp wurde schon gegeben, nämlich das Backgame nur dann zu machen, wenn es keine andere Chance mehr gibt, die Partie noch irgendwie zu retten. Man benötigt dazu wenigstens fünf Spielsteine und zwei Anker, die man damit besetzt. Sie sollte nicht allzu weit auseinander liegen. Außerdem braucht man noch ausreichend Läufer, die weit hinten im Spielfeld stehen. Das eigene Heimfeld sollte noch möglichst wenig entwickelt sein. Bei einem Backgame sollte man keinesfalls Blots schlagen. Dies soll vielmehr der Gegner erledigen. Man muss ihn dazu bringen, eigene Blots anzugreifen. Man sollte möglichst alle Reserven in Läufer umwandeln.
Es kommt beim Backgame auch auf das richtige Timing an. So muss die zu errichtende Blockade genau dann fertig sein, wenn man den Gegner dazu gebracht hat sein Ausspiel zu unterbrechen, um Blots zu schlagen. Dabei sollte man auch Reserven einplanen, falls es beim ersten Versuch nicht sofort klappt. Sollte sich ein Backgammon abzeichnen, erhöht man seine Möglichkeiten, indem man seine Läufer aufteilt.
11. Januar 2009
Backgammon bietet sich wie viele andere Spieleklassiker dazu an, am Computer gespielt zu werden. Entsprechend viele Angebote sind mittlerweile bereits erhältlich. Genauso nimmt die Beliebtheit von Online – Backgammon zu. Das Internet ermöglicht es, zu jeder Tages,- und Nachtzeit gegen ebenbürtige Gegner auf der ganzen Welt anzutreten.Recht neu ist eine Spielart von Online – Backgammon, das per E-Mail gespielt wird. Dies klingt erst einmal etwas verwunderlich, denn warum sollte jemand auf diese etwas umständliche Form zurückgreifen, wenn man doch genauso gut auch in Echtzeit gegen einen anderen Spieler antreten könnte?
Ein Grund dafür ist der Faktor Zeit. So wie bei anderen anspruchsvollen Strategiespielen wie zum Beispiel Schach, ist es ein großer Vorteil, wenn man über seinen nächsten Zug gründlich nachdenken kann. Die Kommunikation per E-Mail ermöglicht es, sich für seinen Züge mehr Zeit zu lassen. Schließlich liegt es in der eigenen Hand, wie schnell man dem Gegner eine Mail mit dem nächsten Zug schicken will.
Ein anderer Vorteil hat ebenfalls mit der Zeit zu tun. Ein Live – Spiel kann man in der Regel nur gegen Menschen spielen, die in einer Zeitzone leben, die nicht allzu sehr von der eigenen abweicht. Per E-Mail spielt es keine Rolle, ob die Zeitzone eine oder zwölf Stunden unterschied aufweist. Auch ist die ganze Partie unabhängig von Zeitvorgaben. Da man sich beliebt viel Zeit lassen kann mit einer Antwort, können weder Termine noch Ermüdung das Spiel unterbrechen.
Man kann diese Art des Spiel beinahe mit einer Art Brieffreundschaft vergleichen; so geschieht es tatsächlich, und dies nicht einmal so selten, dass sich aus einem Backgammon per E-Mail eine persönliche Bekanntschaft oder gar Freundschaft entwickelt.
Hat man einen gleichstarken Gegner gefunden, so kann das Spiel per E-Mail zu einer interessanten Herausforderung werden. Auch das Spiel gegen mehrere Gegner gleichzeitig ist so ohne großen Stress möglich. Selbst ohne eigenen Internetanschluss ist eine solche Spielvariante kein Problem, da man ja nur kurz in einem Internetcafe seine Züge verschicken muss.
15. Dezember 2008
Beim Backgammon kommen in der Regel zwei gewöhnliche Würfel zum Einsatz, die jeweils Augenzahlen von eins bis sechs aufweisen. Um das Spiel interessanter zu machen, wurde jedoch noch ein weiterer Würfel erfunden, der insbesondere bei Backgammon Wettbewerben gerne eingesetzt wird. Es ist der so genannte Dopplerwürfel. Er wird allerdings nicht einfach als dritter Würfel eingesetzt, etwa um das Spiel schneller zu machen, sondern er hat eine ganz andere Funktion.Beschriftet ist er mit Potenzen der Zahl Zwei. Die erste Würfelseite trägt genau diese Zahl, jede folgende eine Potenz davon. Folglich finden wir auf der sechsten und letzten Seite die Zahl Vierundsechzig.
Da dieser Würfel wie erwähnt, nicht zum Würfeln im eigentlichen Sinne eingesetzt wird, haben die Zahlen auf ihm eine andere Bedeutung als auf den normalen Würfeln. Der Dopplerwürfel erfüllt den Zweck, die Einsätze bei einer Partie zu erhöhen, ähnlich wie beim Poker. Glaubt nämlich ein Spieler, das seine Chancen gut stehen und er gewinnen wird, so kann er seinem Gegenspieler den Dopplerwürfel anbieten. Dieses Angebot muss der Gegner annehmen, wenn er die Partie nicht verloren geben will. Nimmt er an, so hat sich der Einsatz in dieser Runde verdoppelt, da die ersten Zahl, auf die der Würfel gedreht werden darf, die zwei ist.
Meint nunmehr der Gegner im weiteren Verlauf der Partie, dass sich seine Chancen so verbessert haben, dass er Aussicht auf einen Sieg hat, kann jetzt er sich des Dopplerwürfels bedienen. Jetzt ist es der andere, der die Partie verloren geben muss, wenn er das Angebot ablehnt. Nimmt er an, so vervierfacht sich jetzt der Einsatz für dieses Spiel.
Benutzen darf den Dopplerwürfel jeweils der Spieler, der sich aktuell in dessen Besitz befindet. Die Verdopplung muss angeboten werden, bevor man die nächste Runde würfelt.
30. November 2008
Beim Tricktrack geht es darum, möglichst schnell möglichst viele Punkte zu sammeln. Nur wenn es gelingt, zuerst zwölf so genannte Löcher zu erwerben, hat man ein Spiel gewonnen. Es nutzt daher wenig, nur möglichst rasch auf das Ausspiel hin zu arbeiten, da man dadurch zwar gewisse taktische Vorteile erlangt, jedoch dabei sehr wahrscheinlich viele Punkte verschenkt, die man mit mehr taktischem Geschick erwerben könnte.Um gegenüber dem Gegner im Vorteil zu sein, sollte man daher nach dem Beginn einer Partie so schnell wie möglich seine Hucke besetzen. Damit dies rasch gelingt, ist es empfehlenswert immer gleich mit zwei Steinen ins Spiel zu gehen, da die Hucke ja bekanntlich nur mit zwei Steinen gleichzeitig besetzt werden kann. Auf dieses vorrangige Ziel sollte man nur dann verzichten, wenn sich die Gelegenheit für einen Jan mit drei Würfen auftun sollte. Dann kann man das Risiko eventuell eingehen, die Hucke erst nach dem Gegner zu besetzen. Andernfalls sollte man sich nicht davon abbringen lassen, seine zwei Steine nach vorne zu bringen. Ist die Hucke nach dem dritten Wurf noch nicht besetzt, kann man die Chance dafür erhöhen, indem man zusätzliche Steine einspielt. Ist die Hucke erst einmal genommen, besteht die nächste Aufgabe darin, sie auch so lange wie möglich zu halten. Das gilt jedenfalls so lange, bis man alle eigenen Steine aus den ersten beiden Vierteln heraus gebracht hat und der Gegner auch nicht mehr schlagen kann; schlägt der Gegner nämlich einen Stein, wenn man die Hucke schon wieder aufgegeben hat, kann man erst wieder in die beiden letzten Viertel überwechseln, wenn sie wieder besetzt ist; im Zweifel müsste man also darauf hoffen, dass auch ein zweiter Stein geschlagen wird, wobei der Gegner diesen Gefallen wohl schuldig bleiben wird, außer er kann keinen anderen Zug mehr machen. Ohne zweiten Stein ist die Hucke nicht mehr zu nehmen, da man ja nicht rückwärts ziehen kann. Die Partie wäre also sicher verloren.
Ein verbreiteter aber unzutreffender Kniff ist es, über die Hucke in die andere Brettseite zu wechseln. Richtig ist vielmehr, dass man über das so genannte Travanisband taktisch sehr viel klüger in die andere Hälfte einspielt. Das Travanisband ist die Zunge unmittelbar vor der Hucke; sie ist benannt nach dem Marquis de Travanis, der bei einer Wette die Vorteile seiner Strategie eindringlich belegte.
17. November 2008
Die Grundprinzipien von Tricktrack, der anspruchsvollen Varianten des Backgammon, wurden im vorherigen Beitrag erklärt. Damit sind die Feinheiten der Regeln jedoch noch nicht abgeschlossen. Eine wichtige Rolle in diesem Backgammon – Spiel kommt dem so genannten Jan zu. Was das Wort genau bedeutet, lässt sich heute nicht mehr feststellen; eine Erklärungsvariante ist, der Begriff würde sich vom römischen Gott Janus ableiten. Allerdings kann man dies genauso wenig beweisen wie widerlegen. Entscheidend ist jedoch, das der Jan Tricktrack interessanter macht und dem Spiel einen besonderen Charakter verleiht. Es erzeugt eine gewisse Parallele zu einem Tennisspiel. Man gewinnt beim Tricktrack ja bekanntlich Punkte. Hat man zwölf davon zusammen, so hat man ein so genannte Loch. Hat einer der Spieler zwölf solcher Löcher erobert, so ist spätestens dann die Partie vorbei. Punkte kann man auch dadurch bekommen, dass man bestimmte Züge machen könnte, selbst wenn man sie schließlich nicht ausführt. Daher sollte man beim Tricktrack vor jedem Zug erst einmal zählen und seine Punkte markieren. Versäumt man dies, so kann der Gegner sich diese Punkte unter den Nagel reißen.Vier Punkte erhält man, wenn man es schafft, mit den ersten drei Würfen sechs verschiedene Zahlen zu werfen, so dass man eine geschlossene Reihe bilden kann. Ebenfalls vier, oder bei einem Pasch sogar sechs Punkte gibt es, wenn einen Wurf tätigt, der es einem gestatten würde, mit zwei Spielsteinen die Hucke des Gegners zu besetzen. Das darf man zwar überhaupt nicht, aber allein weil man es könnte, erhält man dafür Punkte. Diese Punktechance hat man jedoch nur so lange, wie man nicht mehr als zwei Steine ins Spiel gebracht hat. Die gleiche Punkteanzahl wie eben kann man auch beim so genannte Kontrajan erhalten. Hat man durch seinen Wurf die theoretische Möglichkeit, wie oben beschrieben die gegnerische Hucke zu erobern, aber der Gegner hat seine Hucke bereits mit zwei eigenen Steinen besetzt, so erhält diesmal er die genannte Punktzahl.
10. November 2008
Die Ländern am Mittelmeer, in denen auch heute noch Backgammon gespielt wird, entsprechen in etwa heute noch der Ausdehnung des untergegangenen Osmanischen Reiches. Dort heißt Backgammon jedoch nicht Backgammon, sondern Tavla, Tawula oder Tabli, ganz abhängig davon in welchem heutigen Land man sich gerade befindet. Die Spielausrüstung ist jedoch die gleiche wie in Europa.Hep-Yek ist die türkische Variante des Backgammon. Das Wort hat in etwa die Bedeutung von „alles auf einmal”. Das deutet schon darauf hin, was dieses Spiel ausmacht.
Zuerst einmal stellt man seine Steine genau so auf, wie man es von unserem Backgammon her kennt. Auch die Art und Weise wie man zieht oder würfelt ist ganz ähnlich wie bei uns. Man kann einzelne Steine schlagen und auch wieder ins Spiel bringen. Der große Unterschied liegt im Endspiel, nämlich wie man seine Steine vom Brett bekommt um zu siegen. Auch hier erst wieder eine Ähnlichkeit, nämlich die Sammlung aller Spielsteine im Heimfeld. Jetzt jedoch kann man nur dann einen Stein auswürfeln, wenn man die exakte erforderliche Augenzahl würfelt. Gelingt dies mit einem Wurf nicht und kann man auch nicht innerhalb des Schlussfeldes ziehen, darf der Gegner den Zug verwenden. Kann auch er nicht, darf man ohne glatten Wurf den jeweils letzten Stein ausspielen und kann auf die nicht in Anspruch genommen Würfelaugen verzichten.
Ein weiterer großer Unterschied besteht in der Behandlung von einem Pasch. Bei jedem Pasch darf man die Augen jeweils zweimal ziehen und im Anschluss mit dem nächst kleineren Pasch das ganze noch einmal. Das geht so fort bis zum kleinsten Pasch, solange man in der Lage ist, die Züge auch auszuführen. Kann man dies nicht, darf wiederum der Gegner dort weitermachen, wo man selbst es nicht mehr konnte. Ist beim ihm ein Hindernis aufgetaucht, dass ihn am Ziehen hindert, darf man wiederum selbst weitermachen, wo er nicht mehr konnte. Könnten beide nicht, verfallen die Würfe.
Im übrigen gehen auch normale Würfe dann zum Gegenspieler über, wenn man sie nicht ziehen kann.
28. Oktober 2008
Acey-Deucy ist angeblich bei der Kriegsmarine der USA entstanden, während die Schiffe im Mittelmeer unterwegs waren. Es ähnelt sehr einer vereinfachten Form des Original – Backgammons, auch Puff-Spiel genannt. Der große Unterschied zum Original liegt in der Art und Weise, wie man seine Spielsteine einspielt.Man benötigt wie immer ein Backgammonbrett, außerdem für jeden Spieler fünfzehn Steine und wiederum zwei Würfel.
Es gibt bei Acey-Deucy keine Startaufstellung. Vielmehr werden die Steine eingespielt und zwar jeweils auf der Seite des jeweiligen Spielers. Der Spieler mit Schwarz beginnt an der Seite mit der weißen Zunge, der andere entsprechend auf der mit der schwarzen. Man zieht mit den Steinen am Brettrand. Erreicht man das Ende des eigenen Randes, spielt man seine Steine über die Seite des Gegners aus. Die Würfelregeln und die Züge entsprechen denen des Original-Backgammon. Ein normaler Wurf wird auch so gezogen, ein Pasch gestattet und verpflichtet zum doppelten Ziehen. Auch hier muss man die höhere Würfelzahl zuerst ziehen. Auch die Zugregeln sind ansonsten gleich. Der Gewinner ist wiederum der, der seine Steine als Erster wieder vom Brett gespielt hat.
Acey-Deucy unterscheidet sich vom Original unter anderem dadurch, dass man bereits ziehen darf, bevor man alle Steine eingespielt hat. Das erlaubt eine taktische Raffinesse, mit der man einen vermeintlich im Vorteil befindlichen Gegner aufhalten kann. Spielt man nämlich nur vierzehn Steine ein, und hält den letzten heimlich zurück, so dass der Gegner ihn nicht wahrnimmt, hat man einen so genannten Clammy in der Hand. Mit diesem Clammy kann man einem Gegner, der im Spiel schon weit fortgeschritten ist, sozusagen im Handstreich zwei Blots nehmen. Bevor man ihn einsetzen kann, muss man allerdings erst geschlagene Steine wieder ins Spiel würfeln.
Ein weiterer Unterschied ist eine besondere Wurfkombination, nämlich die aus Eins und Zwei. Diese Kombination ist auch der Namensgeber des Spiels, da Acey-Deucy genau diese Bedeutung hat. Hat man eine solchen Wurf, zieht man ihn zuerst und dreht danach die Würfel um und rückt die jetzt zu sehenden Zahlen. Es geht aber noch weiter. Nach diesem Zug darf man sich einen Pasch zurecht legen und diesen nach den Regeln ziehen. Und jetzt, um die Sache abzuschließen, darf man nochmals würfeln.
27. Oktober 2008
Der Dopplerwürfel als zusätzliches Element, ein Backgammon-Spiel noch interessanter zu machen, wurde bereits vorgestellt. Damit ist dessen Potential jedoch noch längst nicht erschöpft.Ob man ihn denn nun dreht oder nicht, das hängt davon ab, was man beim Spiel riskieren will. Je nach Naturell sind da manche eher zurückhaltend und trauen sich nicht einmal dann den Einsatz zu erhöhen, wenn ihre Chancen gut stehen. Genau für solche Konstellationen gibt es erweiterte Regeln, die zum Beispiel besagen, dass ein Spiel nur dann gültig ist, wenn der Würfel gedreht wurde. Man nennt dies die so genannte Jacoby-Regel.
Aber es gibt noch mehr Varianten, die weitere Verschärfungen und damit noch mehr Spannung ins Spiel bringen. Man kann vereinbaren, dass kein Mitspieler mehr als fünf Steine zur gleichen Zeit auf einer Zunge stehen haben darf. Das ist vor allem dann relevant, wenn man gegen eine Prime spielen muss, da man nun darum fürchten muss, dass man einen gewünschten Zug nicht ausführen kann.
Das wiederum war Anlass, sich eine Regelerweiterung auszudenken, die verhindern soll, dass Würfe nicht aufgeführt werden können. Sie besagt, dass für einen Spieler nicht ausführbare Würfe seinem Gegenspieler zugute kommen.
Snake nennt sich eine Variante, die man als Revanche spielen kann. Der Gewinner der vorherigen Partie spielt seine fünfzehn Steine in das gegnerische Heimfeld. Erst nachdem der fünfzehnte Stein dort angelangt ist, darf er mit seinen Steinen dieses Heimfeld wieder verlassen. Der vorher unterlegene Spieler beginnt dagegen wie immer.
Die so genannte ff-Variante funktioniert folgendermaßen. Man setzt sich in der Hoffnung seine Chancen zu verbessern erst einmal einem Risiko aus, indem man selbst auf die Bar spielt. Dazu muss man allerdings erst einen eigenen Stein direkt aus dem Heimfeld spielen können. Diesen setzt man dann auf die Bar. Diese Variante gilt von Spielbeginn an, jedoch nur, bis man jeweils ganz normal ausspielen kann.
Die libanesische Variante des Ausspiels erfordert, das man nur solche Würfe für das Ausspiel verwenden darf, die man nicht ins Heimfeld ziehen kann. Dadurch wird das Ausspiel verzögert und der Gegner hat länger die Möglichkeit, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden.
23. Oktober 2008
Die heutige Beliebtheit von Backgammon hat auch mit einer Erfindung zu tun, die Anfang des letzten Jahrhunderts in den USA gemacht wurde. Leidenschaftliche Spiele erfanden den so genannten Dopplerwürfel. Dieser Würfel unterscheidet sich zwar von der Form her nicht von einem gewöhnlichen Würfel, aber seine Augen haben eine Besonderheit. Es wird nicht einfach von eins bis sechs durch gezählt, sondern jede folgende Würfelseite potenziert den nächst kleineren Wert. Da die Zählung mit der Zwei beginnt, hat die letzte Seite demnach vierundsechzig Augen. Dieser Würfel ist besonders für solche Spieler eine Bereicherung, die gerne mit hohem Einsatz spielen, um noch mehr Spannung in die Partie zu bringen. Kommt der Dopplerwürfel zum Einsatz, beginnt der Spieler zwar mit bescheidenem Einsatz, den er aber je nach Spielverlauf deutlich aufstocken kann. Das funktioniert so: am Anfang wird der Würfel neben das Backgammonbrett gelegt, wobei die Seite mit vierundsechzig Augen nach oben weist. Wer von den Spielern meint, seine Chancen hätten sich im Verlauf der Partie verbessert, kann seinem Gegenüber anbieten, den Einsatz zu verdoppeln. Um dies zu signalisieren, wird der Dopplerwürfel so gedreht, dass der kleinste Wert, die Zwei, nach oben weist. Der Spieler, der den Einsatz erhöhen will, nimmt den Würfel dabei auf seine Brettseite. Der Gegner kann nun folgendes tun. Entweder er ergibt sich, wenn er meint keine Chance zu haben. Oder er lässt sich auf die Sache ein. Hält er seine Position ebenfalls für siegversprechend, kann er selbst den Einsatz nochmals erhöhen, indem er dazu auffordert, den Würfel weiter zu drehen. Das bedeutet, dass nunmehr der vierfache Einsatz im Spiel ist. Der Gegner kann, wenn das Spiel für ihn gut verläuft, den Würfel seinerseits auf seine Brettseite holen und den Einsatz wiederum erhöhen. Nun hat der andere Spieler die Wahlmöglichkeiten, die eben beschrieben wurden. Erhöhen kann immer nur der Spieler, auf dessen Seite der Würfel gerade nicht liegt.
22. Oktober 2008
Hat man schließlich alle Steine ins eigene Heimfeld gebracht, beginnt man mit dem Ausspiel. Das Ausspiel ist keinesfalls nur ein simples Hinauswürfeln, sondern unterliegt ebenfalls taktischen Notwendigkeiten. Es gibt zwei Arten von Ausspiel, einmal das Ausspiel mit Opposition und einmal das ohne. Das bedeutet: Entweder es gibt ein Ausspiel mit gegnerischen Steinen im Heimfeld oder eben nicht. Beim Ausspiel ohne Opposition sollte man jeden möglichen Zug dazu verwenden, Steine vom Brett zu spielen. Züge, die dazu nicht geeignet sind, verwendet man am Besten dazu, freigewordene Zungen im Heimfeld erneut zu besetzen. Von dort aus kann man dann wieder problemlos ausspielen.Das Ausspiel mit Opposition gestaltet sich etwas komplizierter. Man sollte sofern möglich verhindern, das ein Blot entsteht. Dies wäre nämlich die einzige Möglichkeit des Gegenspielers, nicht ganz so haushoch zu verlieren. Es empfiehlt sich also, auf Sicherheit zu spielen. Auf dem letzten Punkt sollte nach Möglichkeit eine gerade Anzahl von Steinen platziert sein. Andernfalls könnte ein ein hoher Pasch die eigenen Stellung zerstören. Die hinteren Zungen sollte man jetzt so schnell wie möglich auflösen, um Lücken in der eigenen Stellung zu vermeiden. Dies ist jetzt wichtiger als das Ausspiel selbst. Die Zungen sollte man dabei von hinten nach vorne auflösen und dabei immer auf eine Besetzung achten, auf die oben schon hingewiesen wurde, nämlich mit jeweils seiner geraden Anzahl von Steinen.
21. Oktober 2008
Ein wichtiger taktischer Begriff des Backgammon stammt aus der US-Szene, und zwar da so genannte Timing. Damit ist die Fähigkeit des Spielers gemeint, Züge auszuführen, ohne das er dabei wichtige Punkte aufgeben muss. Dazu benötigt man ausreichend aktive Helfer. Aber auch das beste Timing endet irgendwann. Dann sollte man in der Regel, den nächsten Zug slotten. Damit ist gemeint, dass man ganz bewusst ein Risiko eingeht, einen Punkt aufzugeben und zwei Blots auf strategisch wichtige Zungen zu setzen. Dabei hofft der Spieler, das aus den Blots im nächsten Zug wieder sichere Punkte werden. Auch das Timing des Gegners sollte man gut beobachten, denn manchmal erweist man ihm einen Gefallen damit, wenn man einen zum Abschuss frei gegebenen Blot schlägt. Denn solagen dieser Stein liegen bleibt, kann der Gegner sein Timing nicht verändern, während sich dagegen der eigenen Handlungsspielraum verengt. Der Wert der gegenerischen Stellung erhöht sich also ohne dessen Zutun. Lässt man sich aus Slotten ein, muss man also auch die Chancen des Gegners bedenken, die eigenen Blots zu schlagen. Als Faustregel gilt dabei, dass je näher oder je ferner die Distanz zum Gegner ist, umso geringer oder umso ferner ist die Wahrscheinlichkeit geschlagen zu werden.So ist beispielsweise die Wahrscheinlichkeit mit einer Eins auf der Nachbarzunge getroffen zu werden geringer als Eins zu Drei, während man bei sechs Zungen Abstand zum Gegner eine Wahrscheinlichkeit von Eins zu Zwei hat. Die Chancen des Gegners reduzieren sich allerdings, sobald er den Blot seines Gegenspielers nicht mehr mit einem direkten Schuss erreichen kann. Trotzdem beträgt die Chance bei einer mittleren Distanz von sieben oder acht Feldern noch Eins zu Sechs, während bei elf Feldern sie schon auf Eins zu Achtzehn absinkt.
Man kann diese Wahrscheinlichkeitsrechnungen noch verfeinern, aber davon hat man meist nicht sehr viel. Meist genügt es, wenn man so slottet, dass man direkte gegnerische Schüsse vermeiden kann. Das gilt eigentlich immer, denn man sollte seinen Gegner dort angreifen, wo er schwach ist. Die natürlichen Schwachpunkte sind jedoch immer die Schlusssteine.
17. Oktober 2008
Nachdem die Beliebtheit von Backgammon bei den alten Römer noch nicht die Initialzündung war, die den Siegeszug des Spieles begründete, bleibt zu erforschen, wie es schließlich wieder zurück nach Europa gelangte und seine heutige Stellung einnehmen konnte. Nachdem das römische Reich untergegangen war und lediglich noch auf der iberischen Halbinsel Tabaluga gespielt wurde, war eine andere Backgammon – Varianten im arabischen Raum äußerst beliebt. Das Spiel nannte man Nard. Man benötigte dafür nur zwei statt drei Würfel. Nard war dem heutigen Backgammon schon sehr ähnlich. Die Araber kamen jedoch nicht über die Römer in den Besitz dieses Spiels, sondern es nahm seinen Weg von Persien, welches die Araber im siebten Jahrhundert unterwarfen. Zu uns gelangte es genau genommen erst vor etwa eintausend Jahren, als es die Kreuzritter mit zurück in ihre Heimat brachten. Kaum hier angekommen, machte das Spiel schnell Karriere, sowohl beim Adel als auch beim Volk. Der Aufstieg hier ging einher mit einem Abstieg der Beliebtheit in Arabien, wo es bei gläubigen Moslems nunmehr als Glücksspiel galt und somit mit den Regeln des Koran nicht vereinbar war.Interessanter Weise brachten erst die Europäer das Spiel wieder dorthin zurück, wenngleich es in Staaten mit strengen religiösen Vorschriften nach wie vor nicht gestattet ist. Man nennt es dort übrigens das europäische Spiel.
Aber auch in Europa nahm die Beliebtheit des Backgammon zeitweise auch wieder ab. Einen neuen Impuls setzten die Türkenkriege einige Jahrhundert nach den Kreuzrittern. Als man von ihnen besonders wertvolle Spielbretter erbeutete, die so genannten Tavla – Bretter, kam Backgammon mit einmal wieder in Mode. Gerade der weltberühmte Ludwig der Vierzehnte, der ohnehin ein begeisterter Spieler war, brachte die neue Modewelle ins Rollen. Doch auch diese hielt nicht ewig an. Erst nach dem ersten Weltkrieg und diesmal in London begann die Geschichte des modernen Backgammon. Es bildeten sich dort erste Backgammon – Clubs, die zuerst vor allem von britischen Künstlern besucht wurden. Bevor das Spiel jedoch endgültig auch auf dem europäische Festland ankam, machte es erst einen Umweg über die Vereinigten Staaten. Von dort stammt die Erfindung des Dopplerwürfels, der dabei helfen sollte, bei diesem Spiel viel Geld zu gewinnen.
14. Oktober 2008
Kurz nach Beginn der modernen Zeitrechnung wurde in der römischen Oberschicht ein Ludus Duodecim Scriptorum – Spiel Mode, dass man Tabaluga nannte. In der römischen Geschichtsschreibung wird erwähnt, dass Kaiser Claudius von diesem Spiel so begeistert war, dass er eigenhändig ein Buch darüber verfasste. Da Tabaluga bereits ein echtes Backgammon – Spiel war, wäre der Kaiser demnach der erste Spielbuchautor, wenn sein Werk nicht wie die meisten anderen aus seiner Hand verschollen gegangen wären. Über Kaiser Zeno wird in einer anderen Quelle von seinem Unglück berichtet, als er in einer Tabaluga – Partie hoffnungslos ins Hintertreffen geriet.Tabaluga wird auf einem Backgammon – Brett mit zweimal fünfzehn Spielsteinen unterschiedlicher Farbe gespielt. Man benötigt dazu drei Würfel.
Man spielt zu zweit, wie die meisten Backgammon – Spiele auch. Man sitzt sich also gegenüber und jeder hat außerhalb des Backgammonbretts seine fünfzehn Spielsteine liegen.
Man lost aus, wer beginnt, danach wirft man abwechselnd mit den drei Würfeln. Man kann die Augenzahl auf bis zu drei Spielsteine verteilen. Auf jeden Fall hat jeder Würfel einen Spielzug zur Folge. Das bedeutet, dass man die Augen nicht einfach addieren darf, auch wenn man nur mit einem Stein ziehen möchte. Vielmehr muss man jeden Wurf extra ziehen, die Reihenfolge der Würfe ist dabei jedoch beliebig.
Beide Spieler setzen ihre Steine auf der gleichen Spielbrettseite ins Spiel. Man zieht an der Kante entlang im Uhrzeigersinn. Jede Zuge, dass sind die spitzen Dreiecke auf dem Spielfeld, zählt eine Würfelauge. Man darf das erste Viertel, also die ersten sechs Zungen, erst dann mit einem Stein verlassen, wenn man alle Steine ins Spiel gebracht hat.
Eine Regel verhindert, dass das Spiel hier schon früh endet, da man einzelne fremde Steine auf einer Zuge ja schlagen kann. Also darf der Gegner keinen Stein auf eine Zunge setzen, wenn man dort mindestens zwei eigenen Steine platziert hat. Man darf jedoch darüber hinweg ziehen.
Konnte man einen Stein schlagen, wird er aus dem Spiel genommen und dem Gegner gegeben. Ein geschlagener Stein muss erst wieder ins erste Viertel gespielt werden, bevor man andere Steine auf dem Brett wieder ziehen darf.
Man muss alle Würfelaugen ziehen, auch wenn man dadurch Nachteile erleidet. Augen darf man nur dann verfallen lassen, wenn ein Zug nicht möglich ist.
Es gewinnt, wer zuerst alle seine Steine vom Brett würfeln konnte. Dazu müssen diese zuerst alle im letzten Viertel angekommen sein.
Trotz der Popularität bei den Römern trat Backgammon seinen Siegeszug nicht von dort aus an, da es nach dem Untergang des Römischen Reiches weitgehend in Vergessenheit geriet.
12. Oktober 2008
Jeder weiß: Wenn ich eine Dienstleistung wie zum Beispiel eine Runde Backgammon online spielen will, entstehen Kosten. Die werden bei Internet Backgammon damit aufgefangen, dass man mit Werbung arbeitet.Unser marktwirtschaftliches System wird hauptsächlich durch Angebot und Nachfrage geregelt. Die Hersteller können frei entscheiden, was sie herstellen und in welcher Menge. Und die Geschäfte entscheiden frei, was sie anbieten und zu welchem Preis. Eingeschränkt werden sie dabei nur durch Gesetze, die die Verbraucher schützen sollen. Hersteller und Geschäfte gehören zu den Anbietern, Verbraucher zu den Nachfragern. Nur wenn die Verbraucher die vielen angebotenen Waren und Dienstleistungen vergleichen, können sie günstig einkaufen. Dazu gehört, dass sie genau wissen, was sie kaufen wollen und zu welchem Preis. Die vielen Anbieter bemühen sich um die Kunden, damit diese ihre Produkte kaufen und so dem Unternehmen Umsatz einbringen, das heißt die Anbieter tragen einen Wettbewerb um die Gunst des Kunden aus. All das gilt auch für Portale, auf denen kommerziell Internet Backgammon online gespielt werden kann.
Manche Kosten sind genau messbar. So lassen sich beispielsweise die Kosten bei der Herstellung von Sahnetorten die Menge der Zutaten für eine Torte genau bestimmen. Diese Art von Kosten nennt man Einzelkosten. Zudem gibt es aber auch noch Kosten, die für alle Produkte zusammen anfallen. Beispiele sind Miete, Heizung, Lagerkosten oder Strom. Auch die Büros der Verwaltung gehören zu diesen Gemeinkosten. Da man diese Kosten keinem einzelnen Produkt zuordnen kann, werden sie auf die Gesamtanzahl der produzierten Waren umgelegt.
Die Summe von Einzel- und Gemeinkosten ergibt die Selbstkosten. Das sind die Kosten, die das Unternehmen bezahlen muss, um seine Produkte zu entwickeln, herzustellen und entsprechend zu vermarkten. Zusätzlich zu diesen Selbstkosten wird noch ein Gewinnaufschlag, die so genannte Gewinnmarge, hinzugerechnet. Das alles zusammen ergibt dann den Verkaufspreis, also den Preis, zu welchem die Produkte dann an den Händler verkauft werden. Und das ist ergo auch so bei Portalen, auf denen kommerziell Internet Backgammon online gespielt werden kann, gar keine Frage.
Der Händler wiederum erhöht den Preis noch einmal, um selbst auch etwas am Verkauf zu verdienen. Diesen Preisaufschlag nennt man Handelsspanne. Außerdem muss der Händler noch die Mehrwertsteuer hinzurechnen, die er später an den Staat wieder abführt. Jetzt erst steht der Ladenpreis, den der Endverbraucher letzten Endes beim Kauf des Produktes bezahlt, endgültig fest.
11. Oktober 2008
Im antiken Rom existierte bereits ein sehr beliebter Vorläufer des Backgammon – Spiels. Es wurde auf dem so genannten Ludusbrett gespielt, von denen bei Ausgrabungen in Rom schon mehrere hundert gefunden wurden. Auf diesem Brett konnte man nicht nur ein Spiel, sondern eine ganze Reihe unterschiedlicher Spiele spielen. Wir wissen davon, da ein spanischer Autor im dreizehnten Jahrhundert ein Werk verfasst hat, in dem er auch fünfzehn Varianten beschreibt, die auf diesem Spielbrett damals gespielt wurden. Er nennt das Spielbrett Alea – Brett, was der damalige spanische Name war.Eines dieser Spiele ist das Sechs – As. Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um eines der Ludus – Duodecim – Scriptorum – Spiele, die sich aus der Antike bis in die Zeit des spanischen Autors hinein erhalten hatten. Man kann darauf schließen, weil bei diesem Spiel beim Würfeln die Drei und die Vier nicht gewertet wurden. Das lässt vermuten, dass bei dem Spiel ursprünglich mit Gelenkknöchelchen von Schafen gewürfelt wurde, die nur vier spielverwertbare Seiten haben.
Man benötigt neben dem Backgammon – Brett für Sechs – As zwei Würfel und jeweils sechs Spielsteine für entweder zwei oder vier Spieler. Spielt man zu zweit, lauten die Regeln dafür wie folgt. Man stellt die Spielsteine in der Brettmitte einander gegenüber am jeweils zugewandten Brettrand auf. Die Steine müssen sich farblich nicht unterscheiden. Ziel des Spieles ist es, alle Steine von seiner Seite weg zu spielen. Um dieses Ziel zu erreichen, werfen die Spieler abwechselnd mit beiden Würfeln. Es wird jedoch mit den geworfenen Augen nicht gezogen, sondern nach bestimmten Regeln gesetzt. Bei einer Eins darf man einen Stein auf die gegnerische Seite setzen. Würfelt man Sechs, darf man einen eigenen Stein aus dem Spiel nehmen. Eine Fünf erlaubt es, einen Stein in die Spielfeldmitte zu legen, den so genannten Pott. Würfelt man Zwei, muss man aus diesem Pott einen Spielstein entnehmen und auf der eigenen Seite einreihen. Drei und Vier werden wie gesagt nicht gezählt.
Die geworfenen Augen darf man nicht addieren. Man muss also für jeden Würfel einen Zug machen. Zügen, die man nicht ausführen kann, verfallen. Wirft man einen Pasch, also zwei Würfel mit gleichen Augen, darf man noch einmal würfeln. Dies gilt nicht bei Zweier – Pasch, bei dem man nicht noch einmal werfen darf. Kann ein Wurf nur noch auf einen Stein verteilt werden, zum Beispiel Sechs und Fünf, so muss die höhere Zahl zuerst gesetzt werden.
Konnte man alle Steine von seiner Seite weg spielen, hat man jedoch noch nicht gewonnen. Man bleibt so lange im Spiel, bis man einen Sechs geworfen hat. Erst wenn dies gelingt und die eigenen Brettseite immer noch frei ist, ist man der Sieger.
Spielt man zu Viert, nimmt jeder Spieler eine Hälfte jeweils einer Brettseite zum Aufstellen seiner Steine. Dann wird reihum gewürfelt. Die Regeln gelten wie zuvor, nur dass man bei einer Eins nicht seinem Gegenüber einen Stein in die Reihe setzt, sondern seinem Nachbarn zur Rechten.
10. Oktober 2008
Backgammon ist ein international beliebtes Spiel. Überall auf der Welt findet man Liebhaber, die sich zum Spielen zusammen finden. So ist dies auch in New York. Dieser Schmelztiegel bietet beinahe alles, was man sich überhaupt vorstellen kann. Menschen aus aller Herren Länder aller Religionen sind hier versammelt. Das Spektrum reicht von arm bis reich, jede Sicht der Welt hat hier ihre Vertreter. New York ist Symbol für ganz Amerika, vor allem für das städtisch moderne. Hier ist der so genannte american way of life zu Hause. In New York herrscht das pralle Leben, an wenigen Orten gibt es soviel Schwung und neue Ideen auf so engem Raum, aber auch in anderen Bereichen ist die Stadt extrem. Man kann dort einen grandiosen Aufstieg beginnen aber auch genauso grandios abstürzen und auf der Straße landen. Nicht zuletzt auch der Backgammon – Spieler findet in der Metropole Gleichgesinnte. Dieser besondere Ort ist The Ace Point Club.Der Vorgänger des Club wurde Mitte der neunziger Jahre gegründet und war seitdem täglicher Treffpunkt seiner Mitglieder, die vor allen Dingen Backgammon spielen. Auf Grund einer Krankheit des Besitzers musste er jedoch quasi über Nacht geschlossen werden. Ein Mitglied ist schon seit Jahren als Semiprofi im Backgammon. Da nun den anderen Mitglieder der Treffpunkt abhanden gekommen war, stellt sich die Frage, wie die Zukunft der Spieler aussehen sollte. Der Profi ließ sich zum Schluss nicht lange bitten und schaffte für das Problem Abhilfe, indem er den Ace Point Club gründete.
Heute ist der Club in New York für Backgammonspieler Anlaufpunkt Nummer eins. Die Institution liegt mitten in Manhattan in bester Lage. Ab zwölf Uhr Mittags geht es los und die Spieler können sich bis tief in die Nacht mit ihrem Hobby dort beschäftigen. Dazu gehört natürlich auch Geselligkeit und Gespräche, aber das Spiel ist der Mittelpunkt des Clubs. Gelegentlich wird auch einmal Schach gespielt, aber das ist eher die Ausnahme.
Ganz billig ist das Privileg der Mitgliedschaft dort nicht. Ein Jahresbeitrag kostet stolze siebenhundert Dollar; wer nur gelegentlich in der Stadt ist, kann von einem ermäßigten Beitrag von vierhundert Dollar profitieren. Immerhin hat der Club jetzt schon fast dreihundert Mitglieder, unter ihnen viele Größen dieses Spiels. Die Preise erscheinen für einen Europäer relativ hoch zu sein, aber im Preis mit inbegriffen sind die Getränke, und ab und an wird auch ein Buffet serviert. Außerdem wird die gesamte Organisation der Spiel vom Club übernommen, inklusive der Abrechnung unter den Spielern.
06. Oktober 2008