das Puffspiel

Puffspiel – das Backgammon – Original

Das so genannte Puffspiel ist das eigentliche Original des Backgammon wie es in Deutschland und angrenzenden Gebieten bekannt geworden ist. Woher der Name kommt, ist nicht ganz geklärt. Puff könnte ein altes Wort für Pasch sein, es könnte aber auch im Sinne von zusammen stoßen gemeint sein. Vom Puffspiel gibt es zwei Varianten, wobei die längere von beiden das eigentliche Original darstellt.Dazu braucht man ein Backgammon-Brett, für jeden Spieler fünfzehn Steine und zwei Würfel. Das Puffspiel unterscheidet sich von anderen Backgammonspielen dadurch, das beide Spieler den gleichen Weg machen. Also starten beide von der selben Seite des Spielbrettes, umrunden es und spielen auf der selben Seite ihre Steine aus. Das ist also wie beim römischen Tabalugaspiel, wobei hier natürlich keine Armeen aufeinander treffen, sondern es um einen Wettstreit geht. Wer als erster alle Steine vom Brett gespielt hat, ist der Gewinner der Partie.

Man beginnt, indem beide Spieler würfeln, und zwar nur mit einem Würfel. Der Spieler mit der höheren Augenzahl darf anfangen. Bei Gleichstand wird die Prozedur wiederholt, bis eine Entscheidung gefallen ist. Dieser Wurf zu Beginn ist der so genannte Generalpasch, der für den Rest des Spielers Gültigkeit behält.

Der Sieger des Startwurfs würfelt nun mit beiden Würfeln, um die Start, -und Zielkante des Brettes zu bestimmen. Dies geschieht, indem er zwei Steine einspielt. Der erste Zug muss mit zwei Steinen erfolgen, alle weiteren können auch mit einem Stein gezogen werden. Allerdings darf man die Augenzahl auch hier nicht addieren, sondern muss die geworfenen Augen nacheinander ziehen, wenn auch mit einem Stein. Auch muss man zuerst die kleinere Augenzahl setzten. Kann man dies nicht, verfällt der gesamte Wurf. Sind noch nicht alle Steine im Spiel, darf man keinen gegnerischen Stein schlagen. Aber man darf auch erst mit einem bereits gesetzten Stein ziehen, wenn man alle seine Steine auf dem Brett hat.

Wichtig ist beim Puff der Pasch. Der erste geworfene Pasch hat keine Besonderheit, er wird wie ein ganz normaler Wurf gezogen. Der zweite jedoch schon, bringt Dynamik ins Spiel. Man darf jede Augenzahl zweimal ziehen. Danach dreht man die Würfel um und zieht mit diesen Augen wiederum je zweimal. Kann man nicht alle Augen ziehen, darf man die Würfel auch nicht umdrehen. Die nicht gezogenen Augen darf dann der Gegner ziehen. Ist ihm dies auch möglich, darf er die Würfel drehen. Der Gegner erhält nur dann die Augen des anderen Spielers, wenn er die Oberseite der Würfe nicht setzen konnte. Gelingt dies bei der Rückseite nicht, verfallen die Augen. Konnte man alle Augen ziehen, sowohl die oberen als auch die unteren, darf man nochmals würfeln.

Wirft man den erwähnten Generalpasch, dann wird dieser nach den Regeln eines normalen Pasches gezogen. Kann man dies nicht, darf der Gegner die Augen verwerten.

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