Backgammon Varianten

Tricktrack – Backgammon für Anspruchsvolle

Es ist die anspruchsvollste Variante, die von Backgammon existiert. Tricktrack hat zahlreiche strategische Optionen; es ist sozusagen die Königsklasse des Backgammon. Kein Wunder, dass man als Ausstattung ein wenig mehr benötigt, als dies üblicherweise der Fall ist. So braucht man neben dem Backgammonbrett und fünfzehn Spielsteinen, zwei Würfeln auch noch 3 Geldstücke zum Markieren und zwei weitere größere Geldstücke, um den Spielstand anzuzeigen.Man beginnt an einer Brettseite und stapelt seine Steine in Dreierhäufchen aufeinander, und zwar jeweils am Rand auf der eigenen Seite. Man zieht seine Steine dem Gegner entgegen, um dann auf dessen Seite überzuwechseln um in dessen Heimfeld seine Steine auszuspielen. Bis man soweit ist, kann man auf unterschiedliche Weise Punkte sammeln. Gerade um diese Punkte geht es beim Tricktrack nämlich.

Der Spielbeginn ist dadurch charakterisiert, seine Spielsteinhäufchen abzutragen. Dazu würfelt man und zieht Steine entsprechend der Augenzahl. Auch hier gilt wieder, dass jeder Würfel einzeln gezogen wird, auch wenn man die Wahl hat, ob man jeweils einen oder zwei Steine bewegen möchte. Der kleinere Wurf muss zuerst gezogen werden. Ist dies nicht möglich, verfallen alle Augen dieses Wurfes. Der Pasch spielt beim Tricktrack keine Rolle, er wird wie ein ganz normaler Wurf gezogen. Hat man den ersten Stein ins Spiel gebracht, kann man sich aussuchen, ob man weitere Steine einbringt, oder mit den bereits aktiven Spielsteinen weiter zieht. Man darf schlagen bei diesem Spiel, sofern nur ein Stein auf einer Zunge steht, eine Konstellation, die man in der Fachsprache Blot nennt. Stehen mehr Steine auf einer Zunge, ist sie für den Gegner blockiert. Geschlagene Steine müssen wieder eingespielt werden. Da geschlagene Steine vom Brett genommen werden, ist die Startzunge die Nummer Eins beim Zählen. Wurde ein Stein geschlagen, muss man ihn zuerst wieder einspielen, bevor man andere Züge im Spiel unternehmen darf. Die maximale Anzahl von Steine pro Zunge beträgt Fünf.

Eine besondere Regel macht Tricktrack taktisch interessant. Es handelt sich um die so genannte Hucke, ein Ruheraum, der sich gegenüber der Startzunge befindet. Die darf der Gegner nicht betreten, die eigene Hucke muss man immer mit mindestens zwei Steinen besetzen. Da hier immer zwei Steine stehen müssen, kann man nur dann seine Hucke aufgeben, wenn man auch beide gleichzeitig abzieht. Ins gegnerische Feld hinüber darf man jedoch nur, wenn man seine Hucke auch in Beschlag genommen hat. Man darf zwar die gegnerische Hucke nicht einnehmen, aber wenn man sie mit zwei Steinen erreichen könnte, darf man jedenfalls dann auf seine eigenen ziehen; man spricht davon, sie mit Gewalt zu nehmen. Wer zuerst seine Hucke erobert, hat vier Punkte gewonnen, wenn er einen normalen Wurf macht, und sechs, wenn er einen Pasch wirft. Auch für weitere Steine, die man auf die Hucke zieht, erhält man die entsprechenden Punkte.

Weitere Regeln, besonders der wichtige Jan, werden im folgenden Beitrag beschrieben.

jetzt kommentieren? 08. November 2008