Garanguet – Backgammon auf die Schnelle

04.November 2008

Auch Garanguet ist eine Backgammon – Variante, die im Volk entstanden ist, und sich daher durch einfache Regeln und hohe Spielgeschwindigkeit auszeichnet – das Volk musste nun mal Arbeiten, da konnte man sich für ein Spielchen zwischendurch nur begrenzt Zeit nehmen.Hier genügen im Gegensatz zu einem anderen Volks – Backgammon, Tokadielle, fünfzehn Steine für jeden Spieler, jedoch benötigt man hier drei statt der üblichen zwei Würfel. Das ist ein wesentlicher Grund dafür, dass dieses Spiel sehr schnell gespielt werden kann, aus den genannten Gründen.

Man beginnt jeweils an der eigenen Brettseite auf der gegenfarbigen Zunge, die dem Rand am nächsten liegt. Der Weg verläuft wiederum am Brettrand entlang, um dann am Ende der eigenen Seite auf die des Gegners zu wechseln. Das Ausspiel entsfällt bei Garanguet. Gewinner ist hier nämlich, wer zuerst alle seine Steine ins letzte Viertel gebracht hat. Die drei verwendeten Würfel haben zur Folge, dass man bei einem normalen Wurf entweder mit einem oder mit bis zu drei Steinen ziehen kann. Jede Augenzahl ist dabei ein separater Zug. Bei einem Pasch darf man wiederum die doppelte Zahl ziehen, und zwar dann, wenn der dritte Würfel weniger Augen zeigt als ein Pasch – Würfel. Zeigt der dritte Würfel also eine höhere Augenzahl, dann zählt der Pasch wie ein normaler Wurf, der jeweils separat mit der jeweiligen Augenzahl einfach gezogen wird. Hat man, was ja bei drei Würfel möglich ist, drei gleiche Würfe, darf man diesen Dreierpasch auch dreifach ziehen. Das bedeutet, dass man maximal bis zu vierundfünfzig Augen ziehen darf. Würfe muss man bevorzugt vollständig nutzen. Auch wenn es taktisch günstiger wäre anders zu ziehen, so muss man der Zugvariante den Vorzug geben, die alle Augen ausnutzt. Hat man mit einem Stein das Heimfeld des Gegners erreicht, müssen diese stehen bleiben. Hat der Gegner auf einer Zunge wenigstens zwei Steine stehen, so kann man diese mit eigenen Steinen nicht betreten. Einzelne Steine dürfen dagegen geschlagen werden. Wird ein Stein geschlagen, so darf man erst dann wieder einen Stein auf dem Brett bewegen, wenn man den geschlagenen Stein wieder ins Spiel gebracht hat.

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