Backgammon – Anker werfen

25.Januar 2009

Ein Anker beim Backgammon hat eine ähnliche Funktion wie die bekannte Vorrichtung bei Schiffen – sie dient dazu, eine Position zu halten.Genauer bedeutet ein Anker, dass es einem gelungen ist, im gegnerischen Heimfeld eine Zunge mit zwei eigenen Steinen zu besetzen, die übereinander liegen. Es gibt verschiedene Varianten eines Ankers. Man spricht von hohen und tiefen Ankern, beziehungsweise in den mit den häufig verwendeten englischen Begriffen high und low anchors. Andere sprechen von vorgeschobenen oder zurückliegenden Ankern. Letzlich bedeutet aber alles das gleiche. Ein tiefer Anker liegt auf den Positionen vierundzwanzig bis zweiundzwanzig, ein hoher auf einundzwanzig bis neunzehn.

Es kommt zu solche Situationen, in denen man einen Anker dringend benötigt, wenn man nicht schnell genug seine Nachzügler vorrücken konnte oder wenn man geschlagene Steine wieder einspielen musste. Hat man nun eine Anker geworfen, muss man darauf hoffen, dass der Gegner so würfelt, dass er einen Blot nicht schlagen kann. In diesem Fall kann man seinerseits dem Gegner einen Stein abnehmen und möglicherweise das Blatt in der Partie noch einmal wenden.

Ein solcher hoher Anker kann also das Schlimmste im günstigsten Fall noch verhindern helfen. Allerdings dürfen jetzt keine Pannen mehr passieren, da man in einige Züge weiter möglicherweise einen Blot übrig lassen muss.

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