Sugoroku - Backgammon auf japanisch
06.Dezember 2008
Backgammon hat sich nicht nur im Orient, Europa, Afrika und Nordamerika erfolgreich verbreitet, sondern eine Spielart davon ist auch im fernen Osten, genauer in Japan angekommen. Unklar ist zwar, ob Sugoroku, so nennt man dort das Backgammon - Spiel, parallel zu den unsrigen Formen entstanden, oder ob es dorthin gelangt ist. Jedenfalls war dieses Würfelspiel in Japan nicht weniger beliebt als in allen anderen Ländern, in denen Backgammon jemals gespielt wurde. Dieser Beliebtheit setzte der japanische Kaiser jedoch im vorletzten Jahrhundert ein jähes Ende. Er verbot nicht nur Sugoroku, sondern jegliche Form von Glücksspiel. Wer gegen diese Verbot verstieß, hatte mit schweren Strafen zu rechnen. So kam es, dass das japanische Backgammon in den Ruf eines verderblichen Glücksspiels geriet und später ganz vergessen wurde. Nach Aufhebung des strikten Verbotes im Zwanzigsten Jahrhundert nahm man allerdings einen neuen Anlauf, das Spiel zu rehabilitieren und ihm wieder zur alten Verbreitung zu verhelfen. Dies gelang jedoch nur sehr unvollkommen, so dass Sugoroku noch heute kaum einem Japaner geläufig ist. Allein in einigen Klöstern wird es heute noch gespielt - dorthin reichte das Verbot des Kaisers nicht, so dass die Tradition nicht so jäh und für lange Zeit unterbrochen wurde.Tatsächlich ist Sugoroku ein Glücksspiel, das auf einem Spielbrett ähnlich unserem Backgammonbrett gespielt wird, wobei jedoch nur eine Seite dieses Brettes verwendet wird. Es spielen zwei Spieler gegeneinander, wobei wie auch beim klassischen Backgammon jeder fünfzehn Spielsteine erhält. Ebenso wird mit zwei Würfel gespielt.
Es kommt bei Sugoroku darauf an, dem Gegner so viele Steine wie möglich abzunehmen. Dazu wird nacheinander gewürfelt und entsprechend der Augen gezogen. Auch hier gilt, dass ein Pasch zu einem weiteren Wurf berechtigt. Sobald alle Steine im Spiel sind, kann man mit dem Ausspiel beginnen. Gegnerische Steine schlägt man, indem man seinen eigenen auf eine leere Zunge gegenüber einem gegnerischen Stein setzt. Es kann aber auch der umgekehrte Falle eintreten, dass man einen gegnerischen Stein wieder ins Feld setzten muss, nämlich dann, wenn man mit einem Pasch auf einer leeren oder mit einem Stein besetzen Zunge landet, während die gegnerische Zunge ebenfalls nicht belegt ist. In diesem Fall muss man dem Gegner einen Stein zurück geben. Hat ein Spieler alle Steine verloren, endet das Spiel. Gewonnen hat, wer die meisten gegnerischen Steine in seinen Besitz nehmen konnte.
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