Monatsarchiv für Januar, 2009

Pips zählen für den Sieg

Der so genannte Pipcount ist ein Instrument, an Hand dessen man beim Backgammon ermitteln kann, wie viele Augen man noch braucht, um alle Steine auszuspielen um zu gewinnen. Seine Pips sollte man möglichst schon in einer frühen Spielphase im Auge behalten und immer auf möglichst aktuellem Stand sein. Man benötigt diese Information zum Beispiel, um eine Cubeentscheidung zu treffen. Genauso muss man seine Pips kennen und die eigene und gegnerischen Postion bewerten können, um über ein Take oder Pass zu entscheiden. Kennt man seinen Pipcount nicht, ist man grundsätzlich gegenüber dem Gegner im Nachteil. Wer beim Backgammon irgendwann ein guter Spieler werden will, sollte sich frühzeitig darin üben, seinen Pipcount zu ermitteln. Wer online Backgammon spielt hat es dabei einfach, da die meisten Backgammon – Programme automatisch stets den Pipcount errechnen und dem Spieler anzeigen. Zumindest kann man diese Information als Option abrufen, sofern sie nicht ohnehin ständig angezeigt wird.Wer Backgammon klassisch auf einem Spielbrett spielt, muss sich selbst der Mühe unterziehen, den aktuellen Pipcount zu errechnen. Hier ist Übung gefragt, denn einmal wartet der Gegner gewiss nicht gerne, bis man lange Berechnungen angestellt hat; läuft gar eine Uhr mit, hat man ohnehin nur wenig Zeit, um langwierige Überlegungen anzustellen. Wer den Wert nur schätzt, der trifft womöglich eine falsche taktische Entscheidung, die zu einer Niederlage führt.

Den Pipcount kann man im Grund mit einer simplen Methode herausfinden. Man muss nur die Steine zählen, die sich auf jeweils einer Position befinden und sich dazu merken, wie viele Augen man von dort aus benötigt, um Auszuspielen.

Auf jeden Fall benötigt man dazu jede Menge Übung, wenn man schnell und sicher den Pipcount ermitteln will. Es existieren zahlreiche Methoden, wie man genau vorgehen kann. Welche man sich davon aneignet, ist Geschmackssache.

jetzt kommentieren? 31. Januar 2009

Backgammon – Anker werfen

Ein Anker beim Backgammon hat eine ähnliche Funktion wie die bekannte Vorrichtung bei Schiffen – sie dient dazu, eine Position zu halten.Genauer bedeutet ein Anker, dass es einem gelungen ist, im gegnerischen Heimfeld eine Zunge mit zwei eigenen Steinen zu besetzen, die übereinander liegen. Es gibt verschiedene Varianten eines Ankers. Man spricht von hohen und tiefen Ankern, beziehungsweise in den mit den häufig verwendeten englischen Begriffen high und low anchors. Andere sprechen von vorgeschobenen oder zurückliegenden Ankern. Letzlich bedeutet aber alles das gleiche. Ein tiefer Anker liegt auf den Positionen vierundzwanzig bis zweiundzwanzig, ein hoher auf einundzwanzig bis neunzehn.

Es kommt zu solche Situationen, in denen man einen Anker dringend benötigt, wenn man nicht schnell genug seine Nachzügler vorrücken konnte oder wenn man geschlagene Steine wieder einspielen musste. Hat man nun eine Anker geworfen, muss man darauf hoffen, dass der Gegner so würfelt, dass er einen Blot nicht schlagen kann. In diesem Fall kann man seinerseits dem Gegner einen Stein abnehmen und möglicherweise das Blatt in der Partie noch einmal wenden.

Ein solcher hoher Anker kann also das Schlimmste im günstigsten Fall noch verhindern helfen. Allerdings dürfen jetzt keine Pannen mehr passieren, da man in einige Züge weiter möglicherweise einen Blot übrig lassen muss.

jetzt kommentieren? 25. Januar 2009

Die Backgammon – Blockadetechnik

Eine weitere grundsätzliche strategische Möglichkeit, dem Gegner beim Backgammon das Siegen schwer zu machen, besteht darin, ihn gezielt zu blockieren. Um ihn möglichst lange aufzuhalten und ihm das Vorrücken zu erschweren, sollte diese Blockade möglichst hoch sein. Als wirksam kann sich bereits eine Reihe aus vier Steinen erweisen, je länger die Blockade ist, desto wirkungsvoller ist sie natürlich. Ideal sind fünf oder gar sechs in Folge besetzte Zungen. Gelingt es, einen Block aus sechs Steinen zu bauen, ist der Gegner erst einmal hoffnungslos eingesperrt. Solange man diese Blockade nicht selbst wieder auflöst, kann er diese nicht überwinden. Um diese Strategie umzusetzen, benötigt man früh Helfer auf den relevanten Positionen. Die beiden zurück gebliebenen Spielsteine zieht man erst später nach vorne. Die Blockadetechnik ist etwas für geübte Spieler, die sicher mit den Finessen des Backgammon umgehen können.Zusammengefasst funktioniert eine gelungene Blockade wie folgt. Zuerst muss man Helfer auf Blots ziehen. Idealerweise erobert man die Positionen fünf, vier und die Bar. Mit Hilfe einer Prime wird der Gegenspiele in eine so genannte Crunch – Stellung gezwungen. Den Mittelpunkt sollte man dabei so lange halten wie nur möglich. Bei der Blockade ist das richtige Timing ein entscheidender Faktor, weshalb diese Strategie nur für geübte Spieler geeignet ist. Wird man selbst blockiert, sollte man versuchen eine Anker zu errichten.

jetzt kommentieren? 19. Januar 2009

Bearing Off – Auswürfeln, aber richtig

Steht man mit seinen Steinen im gegnerischen Heimfeld, oder hat dort zumindest schon einige seiner Figuren versammelt, gilt es das Auswürfeln zu beginnen. Auch wenn man es schon soweit gebracht hat, ist der Sieg aber noch lange nicht sicher. Auch beim so genannten Bearing Off gilt es stets aufmerksam zu sein und dabei auch einige Regeln zu  beachten, damit nicht ganz zum Schluss noch etwas schief geht.Zuerst einmal sollte man, sobald man selbst und der Gegner im Heimfeld stehen den Pip – - Count berechnen, den man ohnehin stets überschlagen sollte.

Fehlt es an hier an einer Opposition, sollte man so schnell wie möglich mit jedem Zug so viele Steine wie nur möglich ausspielen. Bleiben Augen übrig, rückt man mit Nachzüglern.

Ist ein Wurf zum Abtragen nicht geeignet, sollte man bei zwei Steinen einen den Punkt sechs räumen, andernfalls den niedrigeren Spielstein ziehen.

Sind noch vier Steine im Spiel und man einen Pasch benötigen würde, um noch zu gewinnen, sollte man die Nachzüglern soweit wie möglich nach vorne holen.

Besteht eine Opposition, sollte man bei die am weitesten vorgerückten Steine stehen lassen oder hier zumindest eine gerade Zahl von Steinen platzieren.

Hat der Gegner Punkt eins genommen, sollte man versuchen beim Einspielen möglichst hohe Punkte zu besetzen. Auf diese Weise kann man hohe Würfelaugen zum Ausspiel versenden, niedrige, um mit hinteren Steinen nach zu rücken.

Blockaden sollte man so lange wie möglich bestehen lassen, besonders wenn der Gegner ein schwaches Heimfeld hat. Ein Auge sollte man stets darauf haben, ob man Steine dazu einsetzen kann, gegnerische Blockaden aufzubrechen.

jetzt kommentieren? 13. Januar 2009

Backgame – Rettung beim Rückstand

Die Backgammon – Strategie Backgame eignet sich besonders dann, wenn man in einer Backgammon – Partie deutlich im Rückstand ist und alles daran setzen muss, um noch eine Chance auf einen Sieg zu haben. Backgame ist keine Strategie die man von Anfang an verfolgen sollte, vielmehr ist sie sozusagen die Rettung in letzter Minute, wenn man ohnehin nicht mehr viel zu verlieren hat. Oft kommt es dann zu einem Backgame, wenn man die Strategie Angriff versiebt hat und nun noch retten muss, was zu retten ist. Trotz allem zielt ein Backgame darauf ab, im Zweifel die Partie noch gewinnen zu können. Verliert man trotz der Anwendung dieser Notfalltaktik, hilft sie doch mitunter wenigstens ein Gammon zu vermeiden.Bevor man ein Backgame spielt, sollte man einige wichtige Hinweis nicht ignorieren. Der wichtigste Tipp wurde schon gegeben, nämlich das Backgame nur dann zu machen, wenn es keine andere Chance mehr gibt, die Partie noch irgendwie zu retten. Man benötigt dazu wenigstens fünf Spielsteine und zwei Anker, die man damit besetzt. Sie sollte nicht allzu weit auseinander liegen. Außerdem braucht man noch ausreichend Läufer, die weit hinten im Spielfeld stehen. Das eigene Heimfeld sollte noch möglichst wenig entwickelt sein. Bei einem Backgame sollte man keinesfalls Blots schlagen. Dies soll vielmehr der Gegner erledigen. Man muss ihn dazu bringen, eigene Blots anzugreifen. Man sollte möglichst alle Reserven in Läufer umwandeln.

Es kommt beim Backgame auch auf das richtige Timing an. So muss die zu errichtende Blockade genau dann fertig sein, wenn man den Gegner dazu gebracht hat sein Ausspiel zu unterbrechen, um Blots zu schlagen. Dabei sollte man auch Reserven einplanen, falls es beim ersten Versuch nicht sofort klappt. Sollte sich ein Backgammon abzeichnen, erhöht man seine Möglichkeiten, indem man seine Läufer aufteilt.

jetzt kommentieren? 11. Januar 2009