Monatsarchiv für Dezember, 2008
Um beim Backgammon als Sieger hervor zu gehen genügt es nicht, nur die Spielregeln zu kennen. Die Kunst besteht hier wie bei allen anspruchsvollen Strategiespielen darin, die Regeln für eine geschickte Strategie zu nutzen. Bei einem so komplexen Spiel wie Backgammon gibt es dazu viele Möglichkeiten, ebenso wie etwa bei Schach.Eine dieser Taktiken nennt sich schlicht Angriff. Sie ist eine Option für Fortgeschrittenen, die bereits in der Kunst der Backgammon – Taktik bewandert sind und die das Spiel und seine Feinheiten gut beherrschen.
Man benötigt auch hier eine Portion Glück, aber das gehört bei einem Spiel mit Zufallselementen, bei Backgammon ist dies der Würfel, einfach dazu. Der Rest des Erfolges hängt allerdings im wesentlichen vom Verstand des Spielers ab.
Angriff bedeutet, ein hohes Risiko einzugehen, aber auf der anderen Seite sehr gute Chancen auf einen Sieg zu haben. Es ist eine aggressive Strategie, also nicht unbedingt jedermanns Geschmack.
Im Einzelnen funktioniert sie, indem man erst einmal ausreichend Steine im eigenen Heimfeld positioniert. Sobald man soweit ist, beginnt man damit, gegnerische Steine ohne Rücksicht aus dem Spiel zu holen. Das Ziel dabei ist, das Heimfeld abzusichern; folglich sollte man möglichst keine eigenen Blots stehen lassen. Im Idealfall besetzt man alle sechs Zungen im eigenen Heimfeld. Falls diese Strategie gelingt, ist der Gegner gelähmt, da er nicht mehr auswürfeln kann. Nun kann man ganz ungestört seine eigenen Steine aus dem gegnerischen Heimfeld spielen und danach die restlichen Steine nachziehen. Der Gegner ist dadurch soweit ins Hintertreffen geraten, dass er den Vorsprung kaum mehr aufholen kann.
31. Dezember 2008
Beim Backgammon hat man, sofern der so genannte Dopplerwürfel verwendet wird, die Möglichkeit während des Spiel den Einsatz zu verdoppeln. Das ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn man zu einen überhaupt augenblicklich im Besitz des Dopplerwürfels ist und wenn man im Spiel vorne liegt. Die Verdoppelung soll den Gegner im ungünstigsten Fall zum aufgeben animieren, ansonsten aber den Gewinn bei der Partie erhöhen. Aufgeben muss er dann, wenn er die Verdopplung ablehnt.Der beste Zeitpunkt zum Verdoppeln ist dann gegeben, wenn man klar in Führung liegt. Hat man nur einen knappen Vorsprung, kann sich das Blatt auch schnell wieder wenden. Lässt man allerdings den Vorsprung zu groß werden, wird der Gegner die Verdopplung ablehnen und die Chance ist vertan. Sobald man genug Abstand zwischen sich und den gegnerischen Steinen gebracht hat, ist der richtige Zeitpunkt zum Verdoppeln gekommen. Das bedeutet in Pips, dass man etwa 10 Punkte vorne liegen sollte.
Unabhängig davon sollte man immer verdoppeln, wenn man einen Matchpoint überstanden hat. Auch wenn man eine Verdopplung des Gegners akzeptiert hat, sollte man sein Recht auf eine weitere Verdoppelung wahrnehmen. Da man schlimmstenfalls nur die Partie verlieren kann, spielt die weitere Verdopplung keine Rolle.
Gilt bei der Partie die so genannte Beavers – Regel, darf man dann sofort erneut verdoppeln, wenn der Gegner dies getan hat. Dabei behält man den Dopplerwürfel. Jetzt ist es Sache des Gegners sich zu überlegen, ob er diese erneute Verdopplung annimmt und weiterspielt, oder ob er ablehnt und aufgibt.
29. Dezember 2008
Backgammon kann man mit verschiedenen Strategien spielen. Jede hat in einer bestimmten Spielphase ihre Berechtigung.Die einfachste Variante ist das so genannte Laufspiel. Sie eignet sich besonders für Anfänger, da sie leicht anzuwenden ist und es ermöglicht ein Gefühl für das Spiel zu entwickeln. Beim Laufspiel versucht man so rasch wie möglich die eigenen Steine aus der Reichweite des Gegners zu bringen. Hat man das geschafft, muss man nur noch möglichst schnell auswürfeln. Diese Strategie ist auch gut geeignet für solche Spieler, die gerne mit klarem Vorsprung spielen wollen und sich nicht auf spieltechnische Feinheiten verlassen. Den Erfolg der angewandten Strategie kann man am Pips – Wert ablesen. Je niedriger er im Verhältnis zu Gegner ist, desto besser hat man die Strategie umgesetzt.
Beim Blockadespiel geht man ganz anders vor als beim Laufspiel. Hier ist das Ziel, den Gegner möglichst lange und effektiv bei seinem eigenen Vorwärtkommen zu blockieren. Das gelingt, wenn man möglichst viele Zungen in Folge mit eigenen Steinen besetzt. Je länger eine solche Blockade ist, desto schwerer wird es für den Gegner sie zu durchbrechen. Besonders effektiv ist eine Blockade im eigene Heimfeld, da dann der Gegner daran gehindert ist, eigene Steine einzuspielen. Da der Gegner gezwungen ist, seine Augen zu ziehen, kann er durch eine Blockade dazu gebracht werden wichtige strategische Positionen zu räumen, die er unter anderen Umständen gehalten hätte. Das Blockadespiel eignet sich, wenn man im Spiel zurück liegt, um den Gegner zu bremsen und selbst Punkte gut zu machen.
Das so genannte Rückspiel wendet man beispielsweise an, wenn man zahlreiche eigene Steine im Heimfeld des Gegners stehen hat. So kann man eventuell verhindern, bei einer Verdopplung durch den Gegner zu aufgebenen gezwungen zu sein. Allerdings müssen dazu einige Voraussetzungen erfüllt sein. Man benötigt einige besetzte Zungen im Heimfeld des Gegenspielers. Danach versucht man, einen gegnerischen Stein zu schlagen ohne dabei eigene wichtige Positionen aufzugeben. Das Rückspiel ist eine eher anspruchsvolle Variante und eignet sich nicht für Anfänger.
26. Dezember 2008
Wer Backgammon online im Netz spielt, darf sich über jede Menge zusätzlicher Funktionen freuen, die es bei Backgammon als Brettspiel nicht gibt.Dazu gehört zum Beispiel die Anzeige des aktuellen Punktestands. An ihm kann man erkennen, wie stark ein Spieler ist, da er eine Bilanz aller getätigten Spiele darstellt. Darin enthalten sind alle siegreichen Partien und natürlich alle verlorenen.
Dabei gilt, dass ein Spieler umso besser ist, je höher diese Rating ausfällt. So fällt es leicht, einen passenden Online – Backgammon – Gegner zu finden, der der eigenen Spielstärke entspricht. Wer im Netz beim Backgammon zocken will, sucht sich natürlich bevorzugt einen etwas schwächeren Gegenspieler aus. Sein eigenes Spiel verbessert man allerdings dann am besten, wenn man gegen Gegner antritt, die ein etwas höheres Rating haben.
Hilfreich ist die Anzeige der so genannte Pips. Der Begriff bezeichnet, wie viele Zungen noch vor einem liegen, bevor man sein Ausspiel komplett hat. Der Wert bezieht sich dabei auf alle Steine, die noch im Spiel sind. Insgesamt benötigt man, vorbehaltlich geschlagener Steine, die wieder eingespielt werden müssen, einhundertsiebenundsechzig Pips, um mit allen Steinen das Feld zu umrunden und auszuspielen. Der Wert ist hilfreich um festzustellen, wie weit der Gegner vorne liegt. Ob man deshalb schlechtere Siegchancen hat, ist deshalb noch nicht ausgemacht, da es vor allem auf die strategische Platzierung der Spielsteine ankommt.
Ein Online – Backgammon – Spiel verfügt über einen so genannten Timer, der genauso funktioniert wie der beim Schach. Er soll sicher stellen, dass man sich für seine Züge nicht allzu viel Zeit nimmt und jeder Spieler im Ergebnis die selbe Zeit zur Verfügung hatte. So überwacht der Timer, wie lange man für das Würfeln und Ziehen jeweils benötigt. Wer zu langsam ist, dem wird die zu viel benötigte Zeit als Malus angeschrieben. Wer einen bestimmten Zeitrahmen überschreitet, verliert die Partie unabhängig vom Punktestand und den Siegchancen.
Für geübte Spieler lässt sich der Timer auch für eine Schnellspiel einstellen.
22. Dezember 2008
Glücksspiel ist schon seit Jahrhunderten ein Gegenstand staatlicher Reglementierung. Daran hat sich bis heute nichts geändert, eher im Gegenteil. Die meisten Staaten, so auch Deutschland, haben sich ein Monopol auf einen Großteil des Glücksspielmarktes gesichert. Das dient vorgeblich dem Schutz der Bürger, tatsächlich ist es aber ein äußerst lukratives Geschäft für den Staat. Viele dieser Gesetze stammen noch aus einer Zeit, in der die Europäische Union nur eine Idee war und niemand wusste, was das Wort Globalisierung bedeutet. Auch das Internet war damals noch nicht erfunden. Die Realität hat sich also seitdem dramatisch verändert, nur die alten Gesetze regeln noch einen Wirklichkeit, die es längst nicht mehr gibt.Das sieht auch die Europäische Kommission so. Sie hat die Initiative ergriffen, diese alten Regeln der Gegenwart anzupassen und daher die betroffenen Staaten innerhalb der Europäischen Union aufgefordert, ihre Märkte auch für die Glücksspielindustrie zu öffnen. Deutschland gehört ebenfalls zu diesen Staaten, aber auch Holland und Schweden sind dabei. In einigen dieser Länder ist es für ausländische Anbieter zum Beispiel verboten, dort mit ihrem Glücksspielangebot tätig zu werden.
Sollten diese angemahnten Staaten sich nicht an die Vorgaben der Kommission halten und ihre Gesetze liberalisieren und ihren Markt auch für ausländische Anbieter zu öffnen, so hat die Kommission Möglichkeiten, sie dazu zu zwingen. Dies kann bis zu einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gehen.
Die Glücksspielindustrie leistet schon seit geraumer Zeit eifrig Lobbyarbeit, um dieses Ziel durchzusetzen. In Frankreich konnten sie dabei erste Erfolge erzielen. Dort können auch ausländische Firmen ab nächstem Jahr Glücksspiellizenzen erwerben. Auch andere Staaten haben inzwischen ein Entgegenkommen angekündigt und bereiten entsprechende Gesetzesänderungen vor.
Ob der Schutz der Bürger wirklich ein zutreffendes Argument für die Reglementierung ist, darüber darf durchaus diskutiert werden. Immerhin darf man wie in anderen Lebensbereichen davon ausgehen, dass erwachsene Menschen durchaus in der Lage sind, selbst darüber zu entscheiden Risiken einzugehen oder es auch zu lassen.
In den USA läuft beispielsweise gerade eine gegenläufige Entwicklung. Dort versucht der Staat Glücksspielangebote im Internet weitgehend zu unterbinden. Amerikanische Unternehmen orientieren sich daher zunehmend nach Europa.
18. Dezember 2008
Backgammon bietet sich wie viele andere Spieleklassiker dazu an, am Computer gespielt zu werden. Entsprechend viele Angebote sind mittlerweile bereits erhältlich. Genauso nimmt die Beliebtheit von Online – Backgammon zu. Das Internet ermöglicht es, zu jeder Tages,- und Nachtzeit gegen ebenbürtige Gegner auf der ganzen Welt anzutreten.Recht neu ist eine Spielart von Online – Backgammon, das per E-Mail gespielt wird. Dies klingt erst einmal etwas verwunderlich, denn warum sollte jemand auf diese etwas umständliche Form zurückgreifen, wenn man doch genauso gut auch in Echtzeit gegen einen anderen Spieler antreten könnte?
Ein Grund dafür ist der Faktor Zeit. So wie bei anderen anspruchsvollen Strategiespielen wie zum Beispiel Schach, ist es ein großer Vorteil, wenn man über seinen nächsten Zug gründlich nachdenken kann. Die Kommunikation per E-Mail ermöglicht es, sich für seinen Züge mehr Zeit zu lassen. Schließlich liegt es in der eigenen Hand, wie schnell man dem Gegner eine Mail mit dem nächsten Zug schicken will.
Ein anderer Vorteil hat ebenfalls mit der Zeit zu tun. Ein Live – Spiel kann man in der Regel nur gegen Menschen spielen, die in einer Zeitzone leben, die nicht allzu sehr von der eigenen abweicht. Per E-Mail spielt es keine Rolle, ob die Zeitzone eine oder zwölf Stunden unterschied aufweist. Auch ist die ganze Partie unabhängig von Zeitvorgaben. Da man sich beliebt viel Zeit lassen kann mit einer Antwort, können weder Termine noch Ermüdung das Spiel unterbrechen.
Man kann diese Art des Spiel beinahe mit einer Art Brieffreundschaft vergleichen; so geschieht es tatsächlich, und dies nicht einmal so selten, dass sich aus einem Backgammon per E-Mail eine persönliche Bekanntschaft oder gar Freundschaft entwickelt.
Hat man einen gleichstarken Gegner gefunden, so kann das Spiel per E-Mail zu einer interessanten Herausforderung werden. Auch das Spiel gegen mehrere Gegner gleichzeitig ist so ohne großen Stress möglich. Selbst ohne eigenen Internetanschluss ist eine solche Spielvariante kein Problem, da man ja nur kurz in einem Internetcafe seine Züge verschicken muss.
15. Dezember 2008
Der Siegeszug des Internet hat nicht nur unseren Alltag verändert, sondern auch unsere Spielgewohnheiten. Schon seit geraumer Zeit kann man alle möglichen Spiele auch über das Netz spielen. Kein Wunder, dass auch Backgammon deshalb an Popularität gewonnen hat, gibt es doch inzwischen zahllose Anbieter, die auch Backgammon im Programm haben. Der Standard ist wie bei anderen beliebten Online – Games auch hier das Live – Spiel über das Netz. Wer das möchte, findet aber auch die Gelegenheit Backgammon per E-Mail zu spielen.Wer noch niemals Backgammon online gespielt hat, ist sich vielleicht nicht sicher, was da auf ihn zukommt. Grundsätzlich unterscheidet sich das Online – Spiel nicht vom herkömmlichen Brettspiel, jedoch bringt die Besonderheit des Mediums es mit sich, dass manches auch ganz anders ist, als man es bisher kannte. So ist das Aussehen der Spielfläche zum Beispiel oft sehr unterschiedlich zu den üblichen Spielbretter; kein Wunder, es ist ja kein Problem im Internet seine Phantasie spielen zu lassen – eine neue Grafik ist schnell erstellt, und von diesem Vorzug machen viele auch Gebrauch – nicht zuletzt will man als Anbieter sich ja auch von der Konkurrenz abheben.
Gerade auf den Anbieter kommt es jedoch an, wenn man sich als Online – Spieler betätigen will. Es tummeln sich auch hier etliche schwarze Schafe, so dass die Seriosität der Website, auf der man sich betätigen will, eine entscheidende Rolle spielt. Eine gute Wahl trifft man vermutlich, wenn man sich für ein Unternehmen entscheidet, das schon möglichst lange am Markt ist und eine gute Qualität liefert. Man hat die Auswahl zwischen Seiten, auf denen man verschiedene Spiele findet, aber auch solche, auf denen nur Backgammon angeboten wird. Man kann umsonst spielen, aber auch um Geld. Es gibt Angebote für Anfänger genauso wie für Profis.
Backgammon online zu spielen hat durchaus Vorteile, aber es gesellen sich auch Nachteile hinzu. So muss man sich um bestimmte Dinge gar nicht mehr kümmern. Beispielsweise erledigt der Computer die Spielaufstellung völlig selbstständig. Je nach verwendeter Software kann sie den Spieler mit Vorschlägen für Spielzüge unterstützen. Auch muss man niemals Angst haben, dass es an einem Mitspieler fehlt. Irgendwo auf der Welt ist immer jemand online, der gerne gegen einen antreten will. Im schlimmsten Fall steht auch der Computer als Gegner zur Verfügung. Da man sich um Regeln und sonstiges nicht kümmern muss, haben es Anfänger sehr viel leichter Backgammon zu lernen als am klassischen Spielbrett. Ein Gegner, der sich auf gleichem Spielniveau befindet ist im Internet schnell gefunden. In der realen Welt kann dies eine schwierige Aufgabe sein.
Abhängig ist man natürlich von der Technik. Falls der Anbieter keine ausreichende Ressourcen hat, sieht man sich vielleicht mitten in der Partie einem schwarzen Bildschirm gegenüber. Auch fehlt natürlich der persönliche Kontakt zu seinen Mitspieler. Dafür kann man im Internet aber auch gezielt nach Backgammon – Spielern in seiner Nähe suchen.
12. Dezember 2008
Auch im höchsten Norden Europas, auf Island, hat sich eine eigenen Backgammon – Variante durchgesetzt, die die Einheimischen Kotra nennen.Kotra wird, wie auch das klassischen Backgammon, mit jeweils fünfzehn Steinen pro Spieler gespielt, wobei auch hier mit zwei Würfeln gearbeitet wird. Die Grenze in der Mitte des Backgammon – Brettes nennt sich Bar, das gesamte Feld ist in vier Viertel unterteilt, die für die Spielregeln eine Bedeutung haben.
Auf jeder Brettseite befinden sich zwölf Zungen, über die die Steine gezogen werden. Die Spieler starten jeweils mit allen fünfzehn Steinen auf der äußerst linken Zunge ihrer Spielhälfte. Ziel ist es, das letzte Viertel mit allen Steinen zu erreichen um von dort aus das Ausspiel zu beginnen.
Es beginnt der Spieler, der mit einem Würfel die höchste Zahl wirft. Man kann, wie auch bei anderen Backgammon – Spielen, selbst entscheiden, ob man beide Würfe mit einem Stein oder mit zwei Steinen zieht, wobei aber auch in der ersten Variante die Züge einzeln erfolgen müssen. Es spielt allerdings hier keine Rolle, welchen Zug man zuerst macht; bei anderen Varianten ist die kleinere Zahl zwingend zuerst zu ziehen, eine Einschränkung, die hier nicht existiert. Das erleichtert mitunter das vorankommen, da man nur auf freien Feldern landen darf und so in der Regel zwei Zugalternativen zur Verfügung hat.
Einen Pasch darf man auch hier mit der doppelten Augenzahl ziehen, sofern dies möglich ist.
Geschlagen wird, indem man seinen Stein auf eine Zunge bringt, auf der ein einzelner gegnerischer Stein steht. Es besteht kein Schlagzwang, man darf auch andere Züge machen, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Ein geschlagener Stein muss zuerst wieder eingespielt werden, bevor man mit den anderen wieder rücken darf.
Gewinner des Spiels ist, wer alle seine Steine zuerst aus dem letzten Viertel ausspielen kann. Bevor man mit dem Ausspiel beginnen darf, müssen alle fünfzehn Spielsteine im letzten Viertel angekommen sein.
09. Dezember 2008
Backgammon hat sich nicht nur im Orient, Europa, Afrika und Nordamerika erfolgreich verbreitet, sondern eine Spielart davon ist auch im fernen Osten, genauer in Japan angekommen. Unklar ist zwar, ob Sugoroku, so nennt man dort das Backgammon – Spiel, parallel zu den unsrigen Formen entstanden, oder ob es dorthin gelangt ist. Jedenfalls war dieses Würfelspiel in Japan nicht weniger beliebt als in allen anderen Ländern, in denen Backgammon jemals gespielt wurde. Dieser Beliebtheit setzte der japanische Kaiser jedoch im vorletzten Jahrhundert ein jähes Ende. Er verbot nicht nur Sugoroku, sondern jegliche Form von Glücksspiel. Wer gegen diese Verbot verstieß, hatte mit schweren Strafen zu rechnen. So kam es, dass das japanische Backgammon in den Ruf eines verderblichen Glücksspiels geriet und später ganz vergessen wurde. Nach Aufhebung des strikten Verbotes im Zwanzigsten Jahrhundert nahm man allerdings einen neuen Anlauf, das Spiel zu rehabilitieren und ihm wieder zur alten Verbreitung zu verhelfen. Dies gelang jedoch nur sehr unvollkommen, so dass Sugoroku noch heute kaum einem Japaner geläufig ist. Allein in einigen Klöstern wird es heute noch gespielt – dorthin reichte das Verbot des Kaisers nicht, so dass die Tradition nicht so jäh und für lange Zeit unterbrochen wurde.Tatsächlich ist Sugoroku ein Glücksspiel, das auf einem Spielbrett ähnlich unserem Backgammonbrett gespielt wird, wobei jedoch nur eine Seite dieses Brettes verwendet wird. Es spielen zwei Spieler gegeneinander, wobei wie auch beim klassischen Backgammon jeder fünfzehn Spielsteine erhält. Ebenso wird mit zwei Würfel gespielt.
Es kommt bei Sugoroku darauf an, dem Gegner so viele Steine wie möglich abzunehmen. Dazu wird nacheinander gewürfelt und entsprechend der Augen gezogen. Auch hier gilt, dass ein Pasch zu einem weiteren Wurf berechtigt. Sobald alle Steine im Spiel sind, kann man mit dem Ausspiel beginnen. Gegnerische Steine schlägt man, indem man seinen eigenen auf eine leere Zunge gegenüber einem gegnerischen Stein setzt. Es kann aber auch der umgekehrte Falle eintreten, dass man einen gegnerischen Stein wieder ins Feld setzten muss, nämlich dann, wenn man mit einem Pasch auf einer leeren oder mit einem Stein besetzen Zunge landet, während die gegnerische Zunge ebenfalls nicht belegt ist. In diesem Fall muss man dem Gegner einen Stein zurück geben. Hat ein Spieler alle Steine verloren, endet das Spiel. Gewonnen hat, wer die meisten gegnerischen Steine in seinen Besitz nehmen konnte.
06. Dezember 2008