Noch mehr Tricktrack – Taktik
Wie man am Umfang der Regeln und Finessen von Tricktrack deutlich erkennen kann, ist diese Backgammon – Variante deutlich anspruchsvoller als alle anderen Backgammon – Spiele. Es gibt daher auch noch mehr taktisches Wissen zu erwerben, dass die Chancen auf eine Sieg deutlich erhöhen kann.
Ein einfaches aber wirksames Mittel, um dem Gegner im wahrsten Sinne des Wortes Steine in den Weg zu legen, sind bereits kurze Primes, also geschlossene Reihen von zwei oder drei Zungen. Wirksam sind sie deshalb, weil die Tricktrack – Regeln verlangen, dass die kleinere gewürfelte Augenzahl zuerst gezogen werden muss. Das bringt jedenfalls wenigstens einige Punkte für einen kraftlosen Jan, selbst wenn der Gegenspieler trotzdem seine Augen anderweitig ziehen kann.
Da ja einige Möglichkeiten bestehen, wie man den Gegner dazu bringen kann für einen selbst Punkte zu sammeln, ergeben sich aus dieser Besonderheit einige taktische Vorzüge, die man nutzen sollte. Solange der Gegner nämlich Punkte abgeben muss, kann er laut Regeln die Partie nicht aufheben, um sich vor einer Niederlage zu retten.
Auch geringe Chancen gilt es zu nutzen, so zum Beispiel sollte man nicht vorschnell darauf verzichten, eventuell einen kleinen Jan zu erringen. Das ist nicht nur für das eigenen Punktekonto vorteilhaft, sondern kann auch die Grundlage für einen großen Jan sein. Darüber hinaus hindert man dadurch den Gegner daran, allzu schnell den ersten Stein auszuspielen, womit er wiederum daran gehindert ist, die Partie aufzuheben.
Ein wichtiges taktisches Zwischenziel ist es zweifellos, das Travisband zu nehmen. Das behindert den Gegner ganz erheblich daran, Punkte zu machen. Der Gegner versucht natürlich all das ebenfalls zu erreichen. Daher muss man ihm möglichst immer einen Schritt voraus sein. Konkret bedeutet dies, sein zweites Viertel gut zu bewachen. Das geht am einfachsten, indem man dort frühzeitig eine Prime aufbaut.
Eine grundsätzlich andere taktische Vorgehensweise besteht darin, auf einen großen Jan hin zu spielen. Das geht solange ohne großes Risiko, bis der Gegner seine Hucke besetzt hat.
Es wird einige Züge dauern, bevor man erkennt was der Gegner plant und welche Strategie er verfolgt. Um sich möglichst viele Optionen offen zu halten, empfiehlt es sich möglichst rasch viele Steine ins Spiel zu bringen. Aufpassen muss man allerdings dann, wenn man seine ersten Zungen geräumt hat, nachdem alle Steine eingespielt sind. Wenn der Gegner jetzt einen Stein schlägt und gleichzeitig die ersten Zungen besetzt, wird man es schwer haben, diese wieder ins Spiel zu bringen.
Da Tricktrack über zwölf Partien gespielt wird, ist auch ein Durchgang keine Katastrophe, in dem man zurück liegt. Das kann sich im Laufe des restlichen Spiels schnell wieder ausgleichen.
jetzt kommentieren? 18. November 2008
