Monatsarchiv für März, 2008

Das Umfeld

Dort, wo 2 versammelt sind, kann man Backgammon spielen. Man spielt dieses reizvolle Spiel in Slums, in Dörfern, bei den Beduinen. Eigentlich überall wo man sitzen kann und ein Spielbrett aufgeklappt werden kann. Wie bei Volksliedern gibt es auch hier eine Kunstform. Diese wird in Salons und in Turniersälen gespielt. Ein großes Turnier fand zum Beispiel 1964 auf den Bahamas statt. Natürlich von einem Adligen Prinzen organisiert. Ein US Amerikaner wurde bei diesen internationalen Meisterschaften, bei denen 32 Parteien teilnahmen, Meiste. Seit dieser Zeit werden in Kasinos rund um die Erde immer wieder Turniere ausgetragen.

Oft sind Casinos der Ort, an dem diese Meisterschaften ausgetragen werden. Diese bieten übrigens ein prachtvolles Ambiente, wie man zum Beispiel an dem Turnier in Venedig sehen kann. Hier gelten ein wenig andere Regeln, was das Spiel angeht. Ist ja auch logisch, es geht ja zum Teil um erhebliche Preisgelder. Zwingend muss man so zum Beispiel einen Würfelbecher nehmen. Würfeln aus der Hand ist verboten. Oft gelten in den Kasinos Kleiderordnungen.

Auch die Gültigkeit eines Wurfes ist genau definiert. Die Würfel müssen beide glatt auf dem Filz aufliegen, ansonsten ist der Wurf nicht gültig. Weltmeisterschaften gibt es seit 1967. Wechselnd wurde auf den Bahamas oder in Las Vegas gekämpft. Heute ist das Casino von Monte Carlo Schauplatz der Wettkämpfe. Diese finden alle 4 Jahre statt. Es gibt Verbände und Organisationen rund um das Spiel. Das Spiel hat nicht ganz den Ernst und den intellektuellen Ruf von Schach dafür aber durch diese Austragungsorte viel mehr Glamour. Da man derzeit in den Medien immer mehr einen Hang zum Glamour feststellen kann, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass Backgammon zu einem Massenphänomen werden kann.

jetzt kommentieren? 01. März 2008